
Er schob dem rothaarigen Riesen das Tablett zu. »Iss du das, George.«
Big George zog einen Stuhl an den Schreibtisch, schaute seinem Boss in die Augen und schob das Tablett wieder zu Randolph.
»Iss«, sagte er. »Das tut dir gut.«
Dan erwiderte den Blick von George Ambrose. Er kannte Big George, seit es ihn als Flüchtling auf den Mond verschlagen hatte und er sich mit einer Schar Renegaten, die sich selbst ›Mond-Untergrund‹ nannten, vor den Behörden von Selene-City versteckt hatte. Big George war nun Dans Leibwächter und trug maßgeschneiderte Anzüge statt geflickter Overalls, aber er wirkte noch immer wie ein halbwilder Grenzer: Er sah aus wie Rübezahl, wie die Art von Mann, der einem mit einem Lächeln den Kopf zwischen die Schultern klopft und das nicht einmal persönlich meint.
»Ich sag dir was«, sagte Dan, wobei ein Lächeln sich in sein Gesicht stahl. »Ich teile es mit dir.«
George erwiderte das Grinsen. »Gute Idee, Boss.«
Die nächsten Minuten aßen sie stumm, wobei George sich das ganze Hauptgericht einverleibte, das sich als eine dicke Scheibe Rippensteak erwies. Dan aß ein paar Löffel Suppe und knabberte am Salat.
»Besser als in den alten Zeiten, eh?«, sagte George mit vollem Mund. »Abgefuckte Soyaburger und recycelte Pisse zum Trinken.«
Dan ignorierte den Versuch des jüngeren Manns, ihn aufzuheitern. »Hat Teresa schon Feierabend gemacht?«, fragte er.
»Nee.«
Verärgert warf Dan einen Blick auf die Armbanduhr. »Sie ist nicht meine Haushälterin, gottverdammt. Ich will nicht, dass sie um mich rumscharwenzelt wie…«
»Dieser Dödel von Humphries wartet noch immer draußen«, sagte George.
»Immer noch? Er wartet immer noch? Es ist fast neun Uhr, um Himmels willen. Was hat er für ein Problem? Sitzt er wegen des Sturms hier fest? Wieso ist Teresa nicht auf die Idee gekommen, ihn in einer Gästesuite einzuquartieren?«
