
«Mein Gott! Sir», sagte Knighton. «Sind sie — sind sie echt?»
Van Aldin stieß ein leises, erheitertes Keckern aus.
«Wundert mich nicht, dass Sie das fragen. Unter diesen Rubinen sind die drei größten der Welt. Katharina von Russland hat sie getragen, Knighton. Der in der Mitte ist als das Feuerherz bekannt. Er ist vollkommen — nicht der kleinste Makel.»
«Aber», murmelte der Sekretär, «die müssen ein Vermögen wert sein.»
«Vier- oder fünfhunderttausend Dollar», sagte Van Al-din beiläufig, «abgesehen vom historischen Interesse.»
«Und Sie tragen das herum — einfach so, lose in der Tasche?»
Van Aldin lachte amüsiert.
«Sehen Sie ja. Wissen Sie, das ist mein kleines Geschenk für Ruthie.»
Der Sekretär lächelte diskret.
«Jetzt verstehe ich Mrs Ketterings Besorgnis am Telefon.»
Aber Van Aldin schüttelte den Kopf. Der harte Gesichtsausdruck kehrte zurück.
«Da irren Sie sich», sagte er. «Sie weiß nichts davon; das ist meine kleine Überraschung für sie.»
Er schloss das Etui und begann es langsam wieder einzuwickeln.
«Es ist traurig, Knighton», sagte er, «wie wenig man für die tun kann, die man liebt. Ich könnte die halbe Welt für Ruth kaufen, wenn sie etwas davon hätte, hat sie aber nicht. Ich kann ihr dieses Zeug hier um den Hals hängen; vielleicht wird sie sich einen Moment oder zwei darüber freuen, aber.»
Er schüttelte den Kopf.
«Wenn eine Frau in ihrem Heim nicht glücklich ist.»
Er ließ den Satz unvollendet. Der Sekretär nickte diskret. Niemand kannte den Ruf des ehrenwerten Derek Kettering besser als er. Van Aldin seufzte. Er steckte das Päckchen wieder in die Manteltasche, nickte Knighton zu und verließ den Raum.
