
In ihrer Stimme mischten sich Verwunderung und Ärger.
«Auf mich wird er hören müssen», sagte der Millionär grimmig.
Ruth fuhr fort.
«Seit einem Monat habe ich ihn kaum gesehen. Überall taucht er mit dieser Frau auf.»
«Mit welcher Frau?»
«Mirelle. Sie tanzt im Parthenon, weißt du.»
Van Aldin nickte.
«Vorige Woche war ich in Leconbury. Ich — ich habe mit Lord Leconbury gesprochen. Er war ganz reizend zu mir, voller Verständnis. Er hat gesagt, er würde Derek gründlich die Leviten lesen.»
«Ah!», sagte Van Aldin.
«Was meinst du mit <ah!>, Vater?»
«Das, was du gerade denkst, Ruthie. Der arme alte Leconbury ist doch am Ende. Natürlich spielt er den Verständnisvollen, natürlich versucht er, dich zu beschwichtigen. Da er seinen Sohn und Erben mit der Tochter eines der reichsten Männer aus den Staaten verheiratet hat, will er die Sache jetzt natürlich nicht vermurksen. Aber er steht doch schon mit einem Fuß im Grab, jeder weiß das, und was immer er sagt, wird bei Derek verdammt wenig bewegen.» «Kannst du nicht etwas tun, Dad?», bedrängte Ruth ihn nach ein paar Momenten des Schweigens.
«Ich könnte», sagte der Millionär. Er dachte eine Sekunde nach und fuhr dann fort: «Es gibt ein paar Dinge, die ich tun könnte, aber nur eins hätte wirklich Sinn. Wie viel Mumm hast du denn, Ruthie?»
Sie starrte ihn an. Er nickte ihr zu.
«Ich meine genau das, was ich sage. Hättest du den Mut, vor aller Welt zuzugeben, dass du einen Fehler gemacht hast? Aus diesem Schlamassel gibt es nur einen Ausweg. Schreib deine Verluste ab und fang neu an.»
«Du meinst.?»
«Scheidung.»
«Scheidung!»
Van Aldin lächelte trocken.
«Du sprichst das Wort aus, Ruth, als ob du es noch nie gehört hättest. Dabei lassen sich doch all deine Freundinnen jeden Tag scheiden.»
