
«Ach, das weiß ich doch. Aber.»
Sie hielt inne und biss sich auf die Lippen. Ihr Vater nickte verständnisvoll.
«Ich weiß, Ruth. Du bist wie ich, du kannst es nicht ertragen, etwas aufzugeben. Aber ich habe gelernt, und auch du musst es lernen, dass es Zeiten gibt, wo das die einzige Möglichkeit ist. Ich könnte Mittel finden, um De-rek zurückzupfeifen, zurück zu dir, aber am Ende käme alles wieder auf dasselbe hinaus. Er taugt nichts, Ruth; er ist durch und durch verdorben. Und weißt du, ich mache mir Vorwürfe, dass ich dir je erlaubt habe, ihn zu heiraten. Aber du hattest ihn dir nun mal in den Kopf gesetzt, und damals schien er ernsthaft ein neues Leben anfangen zu wollen — und, tja, ich hatte dir einmal einen Strich durch die Rechnung gemacht, Liebes .»
Er sah sie bei den letzten Worten nicht an. Hätte er es getan, so hätte er die plötzliche Röte bemerken können, die ihr Gesicht überzog.
«Das hast du», sagte sie mit harter Stimme.
«Ich war verdammt zu weich, das ein zweites Mal zu machen. Aber ich kann dir nicht sagen, wie sehr ich wünsche, ich hätte es doch getan. Die letzten Jahre hast du ein Hundeleben gehabt, Ruth.»
«Es war nicht besonders — angenehm», stimmte Mrs Kettering zu.
«Deshalb sage ich dir, damit muss jetzt Schluss sein!» Er schlug die Hand heftig auf den Tisch. «Vielleicht hängst du immer noch an dem Kerl. Mach Schluss! Stell dich den Tatsachen. Derek Kettering hat dich wegen deines Gelds geheiratet. Mehr ist nicht dran. Gib ihm den Laufpass, Ruth.»
Ruth Kettering schaute ein paar Momente zu Boden; dann sagte sie, ohne den Kopf zu heben:
«Und wenn er nicht einwilligt?»
Van Aldin sah sie erstaunt an.
«Er hat dazu gar nichts zu sagen.»
Sie errötete und biss sich auf die Lippen.
«Nein — nein — natürlich nicht. Ich habe nur gemeint.»
Sie hielt inne. Ihr Vater musterte sie aufmerksam.
