
«Alles in Ordnung, Kleines?»
<Alles in Ordnung, Boris Iwanowitsch.»
Er nickte und murmelte: «Ich glaube nicht, dass mir jemand gefolgt ist.»
Aber seine Stimme klang besorgt. Er ging zum Fenster, zog die Vorhänge ein wenig zur Seite und spähte vorsichtig hinaus. Er fuhr heftig zurück.
«Da sind zwei Männer draußen — auf der anderen Straßenseite. Mir scheint...» Er brach ab und begann an den Nägeln zu kauen, was er immer tat, wenn er beunruhigt war.
Die Russin schüttelte langsam, beschwichtigend den Kopf.
«Die waren schon da, bevor du gekommen bist.»
«Trotzdem sieht es so aus, als ob sie dieses Haus beobachten.»
«Möglich», räumte sie gleichgültig ein.
«Aber dann.»
«Na und? Selbst wenn sie etwas wissen — von hier aus werden sie nicht dich verfolgen.»
Ein dünnes, grausames Lächeln kroch um seine Lippen.
«Nein», gab er zu, «das stimmt.»
Er überlegte ein paar Momente und bemerkte dann:
«Dieser verdammte Amerikaner — soll selber auf sich aufpassen, wie jeder andere.»
«Finde ich auch.»
Er ging wieder zum Fenster.
«Harte Jungs», murmelte er mit einem Glucksen. «Sicher gute Bekannte der Polizei. Na, ich wünsche Bruder Apache eine gute Jagd.»
Olga Demiroff schüttelte den Kopf.
«Wenn der Amerikaner wirklich der Mann ist, für den man ihn hält, dann sind mehr als ein paar feige Apachen nötig, um mit ihm fertig zu werden.» Sie machte eine Pause. «Ich frage mich nur.»
«Ja?»
«Ach, nichts, aber heute Abend ist zweimal ein Mann die Straße entlanggegangen — einer mit weißem Haar.»
«Und?»
«Als er an den beiden da vorbeigekommen ist, hat er einen Handschuh fallen lassen. Einer hat ihn aufgehoben und ihm zurückgegeben. Ziemlich durchsichtig.»
