
Mirelle sagte scharf: «Wann bist du ihr begegnet?»
Derek Kettering lachte, und das Gelächter hatte einen spöttischen, ironischen Klang.
«Ich bin im Korridor des Savoy mit ihr zusammengeprallt.»
«So was! Und was hat sie gesagt?»
«Soweit ich mich erinnere, habe ich gesagt: <Ich bitte um Entschuldigung), und sie <Nicht weiter wichtig> oder so etwas.» «Und dann?» Die Tänzerin ließ nicht locker.
«Und dann — nichts. Das war alles.»
«Ich verstehe überhaupt nicht, was du da redest», erklärte die Tänzerin.
«Porträt einer Dame mit grauen Augen», murmelte Derek versonnen. «Ganz gut, dass ich sie vermutlich nie wieder sehen werde.»
«Warum?»
«Sie könnte mir Unglück bringen. Frauen tun das.»
Mirelle glitt ruhig von ihrer Couch, kam zu ihm und legte einen ihrer langen, schlangenartigen Arme um seinen Hals.
«Du bist albern, Derek», murmelte sie. «Du bist sehr albern. Du bist ein beau garcon, und ich bete dich an, aber ich bin nicht dazu gemacht, arm zu sein — nein, ich bin wirklich nicht dazu gemacht, arm zu sein. Jetzt hör mir mal zu; alles ist ganz einfach. Du musst dich mit deiner Frau versöhnen.»
«Ich fürchte, das liegt wirklich außerhalb der Sphäre praktischer Politik», sagte Derek trocken.
«Was meinst du? Ich verstehe dich nicht.»
«Van Aldin, meine Liebe, ist nicht zu kaufen. Das ist einer, der sich zu etwas entschließt und dann dabei bleibt.»
«Ich habe von ihm gehört.» Die Tänzerin nickte. «Er ist sehr reich, oder? Beinahe der reichste Mann in Amerika. Vor ein paar Tagen hat er in Paris den schönsten Rubin der Welt gekauft — Feuerherz, so heißt er.»
Kettering antwortete nicht. Die Tänzerin fuhr nachdenklich fort:
«Ein wunderschöner Stein — ein Edelstein, der einer Frau, wie ich es bin, gehören sollte. Ich liebe Juwelen, Derek; sie erzählen mir etwas. Ah!, einen Rubin wie Feuerherz tragen!»
