«Ganz merkwürdig, diese Amerikaner», kommentierte Mirelle. «Dabei hängt deine Frau doch gar nicht an dir.»

«Tja», sagte Derek, «was wollen wir dagegen unternehmen?»

Sie sah ihn fragend an. Er näherte sich ihr und nahm ihre beiden Hände in seine.

«Hältst du zu mir?»

«Was meinst du? Danach.?»

«Ja», sagte Kettering. «Danach, wenn die Gläubiger sich auf mich stürzen wie Wölfe auf die Lämmerherde. Ich hab dich verdammt gern, Mirelle; wirst du mich im Stich lassen?»

Sie entzog ihm ihre Hände.

«Du weißt, dass ich dich anbete, Derek.»

Er bemerkte das Ausweichen schon am Tonfall.

«So also sieht’s aus? Die Ratten verlassen das sinkende Schiff.»

«Ach, Derek!»

«Raus damit», sagte er heftig. «Du wirst mich also über Bord werfen, hab ich Recht?»

Sie zuckte mit den Schultern.

«Ich hab dich gern, mon ami — ich hab dich wirklich gern. Du bist ganz reizend — un beaugarcon, aber ce n’est pas pratique.»

«Du bist ein Luxusspielzeug für einen Reichen, wie? Ist es so?»

«Wenn du es unbedingt so ausdrücken willst.»

Sie lehnte sich in die Kissen, den Kopf in den Nacken gelegt.

«Trotzdem habe ich dich gern, Derek.»

Er ging zum Fenster, blieb dort stehen und schaute eine Weile hinaus, den Rücken ihr zugewandt. Irgendwann stützte sich die Tänzerin auf den Ellenbogen und starrte ihn neugierig an.

«Woran denkst du, mon ami?»

Er blickte sie über die Schulter an, mit einem seltsamen Grinsen, das bei ihr ein vages Unbehagen hervorrief.

«Zufällig habe ich eben an eine Frau gedacht, meine Liebe.»

«Eine Frau, eh?»

Mirelle stürzte sich auf etwas, das sie verstehen konnte.

«Du denkst an eine andere Frau, ja?»

«Ach, mach dir keine Sorgen; es ist nur ein feines Porträt. Porträt einer Dame mit grauen Augen.»



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