
Alldays Loyalität hatte Bolitho schon manches Mal beschämt. Sein Lebensinhalt bestand darin, ihm zu dienen, er besaß weder eine Frau, die auf ihn wartete, noch ein Zuhause. Irgendwie kam es ihm unfair vor, daß er Allday schon wieder mit hinaus schleppte, obwohl er sich ein geruhsames Leben an Land wahrhaftig verdient hatte. Doch Bo-litho wußte, daß ihn der Vorschlag, diesmal zu Hause zu bleiben, verletzt und aufgebracht hätte.
Aber jetzt mußte er endlich aufbrechen.
Gemeinsam schritten sie zum Portal, entschlossen, den Augenblick, den sie fürchteten, gefaßt zu bestehen.
Grelles Sonnenlicht überfiel sie, und Bolitho mußte sich zwingen, zu der verhaßten Kutsche hinüberzusehen. Von allen anderen Bewohnern des Hauses hatte er sich schon verabschiedet, auch von seiner Schwester und dem einarmigen Ferguson.
Er sagte:»Ich sende dir eine Nachricht mit dem ersten Kurierschiff, das uns begegnet. Wenn ich in Amerika eingetroffen bin, wird man mir wahrscheinlich die umgehende Rückkehr befehlen.»
Er spürte, wie sich ihr Arm unwillkürlich verkrampfte, und zürnte sich selbst, daß er ihr falsche Hoffnungen machte.
Admiral Sheaffe hatte Bolithos Zweifel an der Bedeutung seiner Mission nicht ausräumen können. Er sollte Boston anlaufen,»neutralen Boden«, wie er es nannte, und dort mit französischen und amerikanischen Beamten die formelle Übergabe einer Insel vollziehen, wie es im Frieden von Amiens vorgesehen war.
Bolitho hielt das alles für einen großen Fehler. Hier wurde dem Erzfeind Englands eine Insel überlassen, deren Eroberung das Leben so vieler Landsleute gekostet hatte. Deshalb hatte er sich einen Protest dem Admiral gegenüber nicht versagen können.
