
Unklar blieb natürlich, was Doil meinte, wenn er von »gestehen« sprach. Dachte er an ein schlichtes juristisches Geständnis, oder würde es die Form einer verwickelten religiösen Beichte annehmen? Vor Gericht war Doil von einem Zeugen als religiöser Fanatiker beschrieben worden, der »verrücktes, unverständliches Zeug brabbelt«.
Unabhängig davon, was Doil zu sagen hatte, würde es Fragen geben, die Ainslie, der mit dem Fall vertraut war, besser als jeder andere stellen konnte. Deshalb mußte er unbedingt nach Raiford.
Er lehnte sich müde in den Schreibtischsessel zurück. Diese Sache hätte zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt kommen können. Karen würde vor Wut schäumen, das wußte er. Erst letzte Woche hatte sie ihn um ein Uhr morgens hinter der Haustür abgefangen, als er nach Ermittlungen in einem gräßlichen Mordfall im Gangstermilieu, derentwegen er ihr Dinner am Hochzeitstag versäumt hatte, nach Hause kam. Karen, die ein rosa Nachthemd trug, hatte ihm den Zutritt verwehrt und in bestimmten Tonfall gesagt: »Malcolm, so kann unser Leben nicht weitergehen. Wir bekommen dich kaum noch zu sehen. Auf dich ist kein Verlaß mehr. Und wenn du heimkommst, bist du nach einem sechzehnstündigen Arbeitstag so verdammt müde, daß du nur noch schläfst. Ich sage dir, das muß sich ändern! Du mußt dich entscheiden, was dir wichtiger ist.« Karen sah weg. Dann fügte sie leise hinzu. »Das ist mein Ernst, Malcolm. Ich bluffe nicht.«
Er wußte genau, was Karen meinte. Und er verstand ihre Empörung. Aber nichts war so einfach, wie es aussah.
»Sergeant, sind Sie noch da?« fragte Uxbridge ungeduldig.
»Ja, leider.«
»Also, kommen Sie oder nicht?«
