Uxbridges Stimme wurde tiefer. »Ich muß nachdrücklich darauf bestehen, Ainslie, daß Sie sich dazu verpflichten, sich im Gespräch mit Doil keinerlei pastorale Befugnisse anzumaßen. Außerdem... «

»Pater, Sie können mir keine Anweisungen geben.«

»Ich handle im Auftrag Gottes!« dröhnte Uxbridge.

Ainslie ignorierte seinen Theaterdonner. »Hören Sie, damit vergeuden wir nur Zeit. Richten Sie Animal aus, daß ich komme, bevor er auscheckt. Und ich versichere Ihnen, daß ich in keiner anderen Rolle als meiner eigenen auftreten werde.«

»Geben Sie mir darauf Ihr Wort?«

»Du lieber Gott, natürlich gebe ich Ihnen mein Wort. Wollte ich als Geistlicher herumstolzieren, hätte ich mein Priestergewand nie ausgezogen, oder?«

Ainslie legte auf.

Er nahm rasch wieder den Hörer ab und drückte die Kurzwahltaste, um Lieutenant Leo Newbold anzurufen. Der Chef der Mordkommission hatte dienstfrei und war zu Hause.

Eine angenehme Frauenstimme, die mit jamaikanischem Akzent sprach, meldete sich.

»Hallo, Devina. Hier ist Malcolm. Kann ich den Boß sprechen?«

»Er schläft, Malcolm. Soll ich ihn wecken?«

»Muß leider sein, Devina. Sorry.«

Ainslie wartete ungeduldig, sah wieder auf die Uhr, überschlug die Fahrtstrecke und rechnete aus, wie lange sie brauchen würden. Wenn nichts dazwischenkam, konnten sie's schaffen. Aber nur ganz knapp.

Er hörte ein Klicken, dann eine verschlafene Stimme. »Hi, Malcolm. Was zum Teufel soll das? Ich dachte, Sie haben Urlaub?« Leo Newbold sprach mit dem gleichen jamaikanischen Akzent wie seine Frau.

»Eigentlich schon, Sir. Aber jetzt ist etwas dazwischengekommen.«

»Ist das nicht immer so? Schießen Sie los.«

Ainslie berichtete, was er von Pater Uxbridge gehört hatte, und betonte, er müsse sofort losfahren. »Ich rufe an, um Ihre Genehmigung einzuholen.«



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