„Ihr werdet es noch bereuen, erbärmliche Dummköpfe, daß ihr mich freigelassen habt!"

„Sie werden es bereuen", piepste der Clown. Urfin schwang sich auf den Rücken des Bären.

„Trag mich, wackerer Diener, in die Heimat, zu den Käuern", befahl er. „Dort steht mein Haus, ich will hoffen, daß es unversehrt ist. Dort werden wir vorerst Zuflucht finden!"

*All das ist ausführlich im Buch „Der schlaue Urfin und seine Holzsoldaten" beschrieben.

„Dort liegt auch unser Garten, Herr und Gebieter!" sagte der Bär beflissen, „und im Nachbarwald gibt es viele fette Kaninchen. Die werde ich für dich jagen." Das einfältige Gesicht des Bären strahlte vor Freude: ,Jetzt werde ich wieder mit meinem geliebten Herrn in stiller Zurückgezogenheit und unbeschwert leben.' Doch Urfin dachte anders:

,Das Haus soll mir nur eine zeitweilige Zuflucht sein, ich werde mich darin verbergen, bis man mich vergessen hat. Dann aber werden wir sehen!'

Urfins Heimweg war eine einzige Qual. Er wollte unerkannt zurückkehren, aber Kaggi-Karr duldete das nicht. Mit Hilfe ihrer zahlreichen Verwandtschaft beobachtete die Krähe jeden Schritt des Ausgestoßenen. Alle, die an der Gelben Backsteinstraße lebten, wurden von den Abgesandten Kaggi-Karrs über das Nahen Urfins unterrichtet. Männer und Frauen, Greise und Kinder standen entlang der Straße Spalier und warfen Urfin verächtliche Blicke zu. Dieser hätte es leichter ertragen, wenn sie geschimpft oder mit Steinen und Knüppeln nach ihm geworfen hätten. Aber die Grabesstille, der Haß, der in ihren Gesichtern stand, die eiskalten Augen - das war viel, viel schlimmer. Die rachsüchtige Krähe hatte alles genau berechnet. Urfins Weg in die Heimat war eine endlose Qual.

Mit welcher Wonne hätte er sich auf jeden seiner Feinde gestürzt, ihn an der Kehle gepackt und gewürgt! Das Röcheln des Opfers wäre Musik in seinen Ohren.



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