Elia verwandelte sich in Gedanken in den Raben.

»Was erwartet Gott von dir«, fragte er sich, als wäre er der Rabe.

»Er erwartet von mir, daß ich Prophet bin.« »Das haben die Priester gesagt. Doch vielleicht ist es überhaupt nicht das, was Gott will.« »Doch, genau das will Er. Denn ein Engel ist in der Tischlerwerkstatt erschienen und hat mich gebeten, daß ich mit Ahab rede. Die Stimmen, die ich in meiner Jugend hörte…« »…die alle Menschen in ihrer Jugend hören«, unterbrach ihn der Rabe.

»Doch nicht alle sehen einen Engel«, sagte Elia.

Darauf sagte der Rabe nichts. Nach einer Weile brach der Vogel das Schweigen – oder vielmehr Elias eigene Seele, die wegen der Sonne und der Einsamkeit der Wüste delirierte.

»Erinnerst du dich an die Frau, die Brot backte?« fragte er sich.

Elia erinnerte sich wohl. Sie war zu ihm gekommen, um ihn zu bitten, ein paar Tabletts zu machen. Während Elia tat, worum sie ihn gebeten hatte, hörte er, wie sie sagte, daß die Art, wie er seine Arbeit machte, irgendwie Gottes Gegenwart ausdrückte.

»Wenn ich sehe, wie du die Tabletts machst, ist mir klar, daß du es auch so siehst«, fuhr sie fort. »Denn du lächelst bei der Arbeit.« Die Frau teilte die Menschen in zwei Gruppen. Die, die sich an dem freuten, was sie taten, und die, die sich darüber beklagten.

Letztere bewiesen, daß für sie der Fluch Gottes über Adam die einzige Wahrheit war: »Verflucht sei der Acker um deinetwillen!

Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang.« Sie hatten keine Freude an der Arbeit, und langweilten sich an den heiligen Tagen, weil sie ausruhen mußten. Sie benutzten die Worte Gottes als eine Entschuldigung für ihr unnützes Leben und vergaßen, daß er zu Mose auch gesagt hatte: »Der Herr, dein Gott segnet dich in deinem Lande, das Er dir als Erbe gibt, damit du es besitzest.« »Ja, ich erinnere mich an diese Frau.



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