
>Es wird schon vorübergehen. Vielleicht braucht es eine Generation, doch es wird vorübergehen<, dachte Elia immer noch.
Dann geschah das, worauf er nicht vorbereitet war.
Es war an einem Nachmittag, als er gerade einen Tisch in seiner Werkstatt fertiggestellt hatte. Plötzlich wurde alles um ihn herum dunkel, Tausende kleiner weißer, leuchtender Punkte umflirrten ihn. Sein Kopf und sein Nacken begannen zu schmerzen. Er wollte sich setzen, doch er bemerkte, daß ihm kein einziger Muskel gehorchte.
Das war keine Einbildung.
>Ich bin tot<, dachte er dabei. >Und jetzt entdecke ich, wohin uns Gott nach dem Tod schickt: mitten ins Firmament.< Ein Licht leuchtete besonders hell, und unvermittelt – als käme sie gleichzeitig von überallher, ertönte eine Stimme, die ihm befahl, er möge Ahab sagen: »So wahr der Herr, der Gott Israels, lebt: Es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen.« Im nächsten Augenblick war alles wieder wie vorher: die Tischlerwerkstatt, das Abendlicht, die Stimmen der Kinder, die auf der Straße spielten.
In jener Nacht schlief Elia nicht. Zum ersten Mal seit vielen Jahren hatte er wieder die Empfindungen, die er als Kind gehabt hatte. Doch diesmal hatte nicht sein Schutzengel, sondern >etwas<, das mächtiger und stärker war als dieser, zu ihm gesprochen. Er hatte Angst, daß seine Geschäfte verflucht sein würden, wenn er nicht tat, wie ihm geheißen.
