
Um das zu erfahren, wollen wir uns um ein Jahr zurückversetzen und nachsehen, was aus dem gestürzten Herrscher geworden war. Weder die Marranen noch die Zwinkerer wünschten den Tod des Betrügers. Sie begnügten sich damit, den falschen Feuergott mit Schmach davonzujagen. Der ehemals so treue Meister Petz hatte seinen Herrn verlassen, der Holzclown Eot Ling, der ihm so ergeben war, hatte sich im Gewirr verloren, und nur die Eule Guamoko war bei ihm geblieben. Jetzt saß sie auf Urfins Schulter und flüsterte ihm ins Ohr: „Laß den Mut nicht sinken! Halt dich stramm!... Wir werden 's den Spöttern noch heimzahlen... "
Urfin verstand, daß die Eule schwatzte, daß sie ihn nur aufmuntern wollte, doch er war ihr auch dafür dankbar. Die Schande bedrückte so sehr sein Herz, daß es zu zerspringen drohte. Er erinnerte sich, wie er erst vor wenigen Monaten auf dem Rücken des Riesenadlers vor den Springern erschienen war, welchen Eindruck sein feuerrotes Gewand und die brennende Fackel in der erhobenen Hand auf sie gemacht und wie diese Toren ihn als Gott anerkannt und ihr Schicksal in seine Hände gelegt hatten. Was hatte er für sie getan? Er hatte die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer gemacht, hatte Gier nach fremdem Eigentum in ihre Herzen gepflanzt und sie in den Krieg gegen ihre Nachbarn getrieben. Jetzt rächte sich das alles an ihm...
