Urfin fand auf diese Frage keine Antwort. Als er auf ein paar zusammengebundenen Baumstämmen den Großen Fluß überquerte, mußte er daran denken, wie seine Holzarmee während des Feldzugs gegen die Smaragdenstadt ins Wasser gefallen war.

„Hätte der Fluß sie doch für immer fortgeschwemmt!... Das verdammte Lebenspulver? Wozu mußte ich es entdecken! Das Pulver ist an meinem ganzen Unglück schuld!..."

Urfin atmete auf, als er die Gelbe Backsteinstraße erreichte. Ihm war, als hieße sie ihn willkommen und lade ihn zum Weitergehen ein. Er fühlte, wie die Heimat näher kam, selbst die Luft schien hier frischer und angenehmer zu duften als in der Fremde. Auch blickten ihn die sanften Käuer, denen er begegnete, so freundlich an, als hätten sie alles vergessen und trügen ihm nichts nach. Die kleinen blaugekleideten Menschen, die blaue Spitzhüte mit Schellen auf dem Kopf trugen, baten den müden Wanderer of, in ihre blauen Häuschen hinter den blauen Zäunen einzutreten. Auf den kleinen Tischen mit blauen Decken standen blaue Tellerchen mit schmackhaften Gerichten, und lächelnde Hausfrauen bewirteten herzlich den hungrigen Gast. Zwei- oder dreimal hatte Urfin in blauen Häuschen sogar übernachtet...

Sein rauhes Herz begann aufzutauen.

„Wie ist das möglich?" dachte Urfin reumütig. „Ich habe diesen guten Menschen so viel Böses zugefügt, habe nur davon geträumt, sie zu beherrschen und zu unterdrücken, sie aber haben alle meine Bosheiten vergessen und sind jetzt so freundlich zu mir... Anscheinend habe ich doch nicht so gelebt, wie ich hätte leben sollen..."



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