Ich sage: französische Emigranten, weil man mich gezwungen hat zu emigrieren; nicht im Traum wäre ich darauf verfallen, und ich habe mir kein anderes Vergehen vorzuwerfen als das, der dienstälteste General des Kantons und mit dem großen Ludwigskreuz ausgezeichnet gewesen zu sein.

Eines Abends wollte man mich ermorden; die Tür wurde eingetreten, doch durch das Geschrei meiner Nachbarn gewarnt, hatte ich gerade genug Zeit zu fliehen, ohne mehr mitzunehmen als das, was ich am Leibe trug. Da ich erkannte, dass es lebensgefährlich wäre, in Frankreich zu bleiben, ließ ich alles, was ich besaß, zurück, Vermögen wie Möbel, und da ich in meinem Vaterland nicht mehr sicher war, kam ich hierher zu meinem älteren Bruder, einem Deportierten, der kindisch geworden ist und den ich um nichts in der Welt im Stich lassen würde. Meiner achtzigjährigen Schwägerin hat man das Leibgedinge, das ich ihr aus meinem Besitz zukommen ließ, unter dem Vorwand vorenthalten, mein Besitz sei beschlagnahmt, was bedeutet, dass ich bankrott sterben werde, wenn kein Wunder geschieht, was ich sehr bezweifle.

Ich muss gestehen, General, dass ich mich auf den neuen Stil nicht verstehe, doch im alten Stil verbleibe ich als

Ihr ergebener Diener

DUROSEL BEAUMANOIR


»Wohlan! General, was sagen Sie?«

»Ich sage«, erwiderte der Erste Konsul mit leicht belegter Stimme, »dass es mich zutiefst erschüttert, dergleichen zu erfahren. Diese Schuld ist eine heilige Schuld, Bourrienne. Schreiben Sie General Durosel, ich werde den Brief unterzeichnen. Sie werden ihm zehntausend Francs schicken, bis wir mehr für ihn tun können, denn das bin ich diesem Mann schuldig, der meinem Vater geholfen hat; ich werde mich um ihn kümmern... Aber apropos Schulden, Bourrienne: Ich muss mit Ihnen über eine ernste Sache sprechen.«



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