»In einem Jahr«, erwiderte Bourrienne.

»In einem Jahr! Der Lebensunterhalt von vierzig Familien! Bourrienne, ich will alle Unterlagen sehen.«

»Wann?«

»Auf der Stelle. Es ist acht Uhr, Cadoudal hat um neun Uhr Audienz, ich habe genug Zeit. Auf der Stelle, Bourrienne, auf der Stelle!«

»Sie haben recht, General, bringen wir es zu Ende, wenn wir schon dabei sind.«

»Holen Sie mir die Rechnungen, und zwar alle, ohne Ausnahme; wir werden sie gemeinsam durchsehen.«

»Unverzüglich, General.«

Und Bourrienne lief die Treppe hinunter, die zu Madame Bonaparte führte.

Wieder allein, ging der Erste Konsul mit großen Schritten auf und ab, die Hände auf dem Rücken verschränkt, und überließ sich dem nervösen Zucken von Schulter und Mund, während er murmelte: »Ich hätte bedenken sollen, was Junot mir bei den Quellen von Messoudia gesagt hat, ich hätte auf meine Brüder Joseph und Lucien hören sollen, die mir geraten haben, sie nach meiner Rückkehr nicht wiederzusehen. Aber wie soll man Hortense und Eugène widerstehen! Die lieben Kinder! Sie haben mich zu ihr zurückgeführt!

Oh, die Scheidung! In Frankreich könnte ich sie erlangen und mich von dieser Frau befreien, die mir kein Kind gebiert und mich ruiniert!«

»Nun gut«, sagte Bourrienne, der eben zurückkam, »sechshundertausend Francs werden Sie nicht in den Ruin stürzen, und Madame Bonaparte ist noch jung genug, um Ihnen einen Knaben zu schenken, der in vierzig Jahren Ihre Nachfolge als Konsul auf Lebenszeit antreten wird.«

»Du warst schon immer auf ihrer Seite, Bourrienne!«, sagte Bonaparte und zwickte seinen Sekretär schmerzhaft ins Ohr.

»Ich kann es nicht ändern, General, ich bin immer auf der Seite der Schönen, Guten und Schwachen.«

Mit unverhohlenem Zorn ergriff Bonaparte den Armvoll Papiere, die Bourrienne mitbrachte, und zerknüllte die Blätter wutentbrannt.



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