
»Ja, General.«
»Aha, jetzt kommen die Kleider! Monsieur Leroy... Früher hatte man Schneiderinnen, heute unterhält man Damenschneider, weil das offenbar moralischer ist. Hundertfünfzig Kleider jährlich; vierhunderttausend Francs für Kleider! Aber wenn das so weitergeht, bleibt es nicht bei sechshunderttaussend Francs, sondern wir werden in kürzester Zeit bei einer Million angelangt sein, bei zwölfhunderttausend Francs.«
»Oh, General«, sagte Bourrienne schnell, »manche Rechnungen wurden bereits beglichen.«
»Drei Kleider für fünftausend Francs!«
»Ja«, sagte Bourienne, »aber es sind auch solche für fünfhundert Francs darunter.«
»Machen Sie sich über mich lustig, Monsieur?«, fragte Bonaparte mit gerunzelter Stirn.
»Nein, General, nach Scherzen ist mir nicht zumute, aber ich sage Ihnen, dass es Ihrer nicht würdig ist, einer solchen Bagatelle wegen in Rage zu geraten.«
»Ludwig XVI. war immerhin König und ist wegen solcher Dinge in Rage geraten, obwohl er fünfundzwanzig Millionen Zivilliste bezog!«
»General, Sie sind ein größerer König als Ludwig XVI. und werden es sein, wenn es Ihnen beliebt. Außerdem war Ludwig XVI. ein bedauernswerter Mann, das müssen Sie einräumen.«
