
In Urfins Schuppen lagen Berge von Sägespänen, und das Ausstopfen des Fells ging
schnell vonstatten. Als Urfin fertig war, kam ihm ein neuer Gedanke.
„Hör, Bär, ich will dir einen Namen geben!" sagte er.
„Oh, mein Gebieter! Aber wird er auch so lang sein wie der der Eule?"
„Nein", erwiderte Urfin, „im Gegenteil, er soll ganz kurz sein. Du sollst Petz heißen,
Meister Petz!"
Dem gutmütigen Bär gefiel der Name.
„Ei, wie schön!" rief er. „Ich werde einen Namen haben, wie es keinen schöneren im ganzen Blauen Lande gibt. Meister Petz! Die Eule wird vor Neid platzen!" Schwerfällig stapfte er aus der Scheune, freudig vor sich hin murmelnd: „Jetzt fühle ich mich wie ein echter Bär!"
Urfin spannte ihn vor den Wagen, nahm Guamoko und den Clown und fuhr wie ein vornehmer Herr in Kogida ein. Die Kuchenbleche schepperten, als der Wagen über die Höcker der Straße fuhr, und die verblüfften Käuer eilten in Scharen herbei. „Urfin ist ein mächtiger Zauberer", flüsterten sie sich zu, „er hat den zahmen Bären, der voriges Jahr gestorben ist, wieder lebendig gemacht . . ."
Der Tischler hörte das, und die Brust schwoll ihm vor Stolz. Auf seinen Befehl nahmen die Hausfrauen ihre Bleche vom Wagen, wobei sie ängstlich zu dem Bären und zur Eule schielten.
„Ist's euch jetzt klar, wer Herr in Kogida ist?" fragte Urfin streng.
„Ja. es ist uns klar", antworteten demütig die Käuer und fingen zu weinen an.
Nach Hause zurückgekehrt, bestbloß Urfin, mit dem Pulver sparsam umzugehen. Er ließ sich von einem Blechschmied mehrere Kannen mit Schraubendeckel anfertigen, schüttete das Pulver aus den Eimern in die Kannen und vergrub diese im Garten unter einem Baum. Die Abstellkammer war ihm nämlich nicht sicher genug.
