„Was ist das, marschieren, Herr?"

„Du sollst mich nicht Herr nennen, sondern Gebieter! Bär, auch du, merk dir diese Anrede!"

,.Zu Befehl, Gebieter!" erwiderten gleichzeitig der Clown und der Bär.

„Marschieren heißt zackig im Gleichschritt treten und auf Kommando Rechtsum, Links und Kehrt machen."

Der Clown war ziemlich aufgeweckt und eignete sich die soldatischen Weisheiten schnell

an. Den Säbel, den Urfin geschnitzt hatte, konnte er jedoch nicht halten, weil er keine

Finger hatte - seine Arme gingen nämlich in Fäuste über.

,Ich werde meinen künftigen Soldaten Finger machen müssen', beschloß Urfin.

Das Exerzieren dauerte den ganzen Tag. Urfin war schon ganz müde vom Kommandieren,

der hölzerne Clown aber blieb frisch und munter. Er konnte auch gar nicht müde werden,

denn er war ja aus Holz!

Während des Exerzierens blickte der Bär verzückt auf seinen Gebieter und wiederholte flüsternd alle seine Befehle. Guamoko hatte ihre gelben Augen geringschätzig zugekniffen. Urfin war begeistert. Plötzlich schlug jedoch seine Stimmung um. Er fürchtete, daß man ihm das lebenspendende Pulver stehlen könnte. Deshalb verschloß er die Tür mit drei Riegeln. Trotzdem schlief er unruhig und schreckte bei jedem Geräusch empor. Jetzt, wo er die Kuchenbleche nicht mehr brauchte, konnte er sie den Frauen der Käuer zurückgeben. Urfin beschloß, sein neuerliches Erscheinen in Kogida festlich zu gestalten. Er arbeitete seinen Handkarren in einen Wagen um, vor den er den Bären einspannen wollte. Da erinnerte er sich an den Streit zwischen dem Bären und der Eule. „Hör mal, Bär!" sagte er. „Mir scheint, daß du zu leicht bist und unsicher im Gehen. So hab ich denn beschlossen, dich mit Sägespänen auszustopfen." „Oh, wie weise du bist, Gebieter!" rief der Bär.



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