
Während Lan Pirot unter Urfins Anleitung das Waffenhandwerk meisterte und sich Generalsmanieren aneignete, arbeiteten die unermüdlichen hölzernen Gehilfen Tag und Nacht in der Werkstätte.
Eines Tages traten Urfin und der prunkvolle General vor die versammelte Mannschaft der
Holzköpfe, die vor dem stattlichen Befehlshaber in Ehrfurcht erbebten.
Der General inspizierte die Armee und schimpfte gewaltig über ihre mangelhafte Haltung.
„Ich werd euch militärischen Schneid noch beibringen!" brüllte er mit heiserer
Befehlsstimme. „Ihr sollt bei mir lernen, was Zucht und Ordnung ist!"
Dabei fuchtelte er mit seiner Keule, die dreimal so schwer war wie der Knüppel eines
Unteroffiziers und mit einem Hieb jeden Holzkopf zertrümmern konnte.
Lan Pirot ließ die Armee viele Stunden täglich exerzieren,
während Urfin ihre Stärke schnell vergrößerte.
Die Energie, mit der Urfin seine Holzarmee schuf, machte auf die Eule Eindruck.
Die Schlaue begriff, daß der Tischler auch ohne ihre Dienste auskommen würde. Da sie bei
ihm ein sattes und sorgenloses Leben führte und das zu schätzen wußte, hörte sie mit ihren
Sticheleien auf und nannte Urfin nun immer öfter „mein Gebieter". Das gefiel dem
Tischler, und bald stellte sich zwischen ihnen ein gutes Einvernehmen her.
Meister Petz' Begeisterung war grenzenlos, als er die Wunder seines Herrn sah. Er forderte,
daß alle Holzköpfe ihm die größte Ehre erweisen.
Einmal stand Lan Pirot bei Urfins Erscheinen nicht schnell genug auf und verneigte sich nicht tief genug. Dafür verpasste ihm der Bär mit seiner mächtigen Tatze eine solche Ohrfeige, daß der General sich mehrmals überschlug. Zum Glück sahen es die Soldaten nicht, so daß die Autorität des Generals nicht litt, was man allerdings von seinen Rippen
