
Unheimliche Stille herrschte ringsum. Riesige Bäume, an denen graue Moosgirlanden herabhingen, bildeten ein grünes Gewölbe, unter dem es dunkel und feucht war. We lkes Laub bedeckte den gelben Backsteinweg und dämpfte die schweren Schritte der Holzköpfe.
Eine Weile ereignete sich nichts. Plötzlich aber stürzte Lan Pirot auf Urfin zu. „Gebieter!" schrie er, „in den Büschen lauern wilde Tiere. Sie haben gelbe Augen und weiße Säbel im Rachen... " „Die Säbelzahntiger", rief Urfin entsetzt.
Hinter den Bäumen funkelten zahllose Lichter: die Augen der Bestien. „General! Macht die Armee kampfbereit!" „Zu Befehl, Gebieter!"
Holzsoldaten mit Knüppeln und Säbeln bildeten einen Ring um Urfin. Die Säbelzahntiger knurrten und fauchten im Dickicht, wagten aber nicht, anzugreifen, denn das ungewöhnliche Aussehen der Fremden verwirrte sie. Außerdem witterten sie keine Menschen, die ihr liebster Leckerbissen waren. Plötzlich brachte jedoch ein Windhauch Urfins Geruch an sie heran. Zwei Tiger, die hungriger und ungeduldiger waren als die anderen, faßten sich ein Herz, duckten sich und schnellten aus dem Dickicht. Aber noch ehe ihre gebäumten Körper auf die Mitte des schützenden Kreises um Urfin niedergingen, zückten die Unteroffiziere auf Lan Pirots Befehl blitzschnell ihre Säbel, und diese bohrten sich in die Leiber der aufheulenden Bestien. Im nächsten Augenblick trafen die Knüppel der Soldaten die Köpfe und Flanken der Tiger, die tot zu Boden fielen. Die Holzköpfe zerrten ihre zerschundenen Leiber an den Rand des Weges, während Urfin vor Freude hüpfte und der Armee sein Lob aussprach.
