
Wutschnaubend entfernte Urfin die Stacheln aus seinen Händen, zog ein Paar
Lederfäustlinge an und begann wieder an den Pflanzen zu zerren. Als es nichts nutzte,
nahm er ein Beil und haute damit auf die Pflanzen ein.
Zischend durchschnitt das Beil die saftigen Stengel, und sie fielen zur Erde.
„Euch will ich's zeigen!" frohlockte Urfin, der mit dem Unkraut wie mit einem lebendigen
Feind verfuhr.
Am Abend lagen die Pflanzen auf der Erde verstreut, und der erschöpfte Urfin ging schlafen.
Als er am nächsten Morgen wieder in den Garten trat, sträubten sich ihm die Haare auf dem Kopf.
Auf dem Salatbeet, in dem die Wurzeln der Pflanze verblieben waren, und auf dem ausgetretenen Weg, auf den er die abgehauenen Stengel geworfen hatte, stand wie eine Mauer das hohe Unkraut mit den grellgrünen fleischigen Blättern. „Verdammt!" brüllte Urfin und stürzte sich erneut in den Kampf. Wieder haute er die Stengel ab, rodete die Wurzeln und zerhackte alles auf einem Hackklotz in kleine Stücke. Am Rande des Gartens, hinter den Bäumen, lag ein öder Platz. Dorthin trug Urfin den Pflanzenbrei, den er nach allen Seiten verstreute.
So arbeitete er den ganzen Tag. Schließlich war der Garten vom Unkraut gesäubert, und der müde Tischler ging zu Bett. Er schlief schlecht. Im Traum sah er sich vom Unkraut umgeben, dessen Stacheln ihm ins Fleisch drangen.
Bei Tagesanbruch ging Urfin auf den Ödplatz, um nachzuschauen, was dort über Nacht geschehen war.
Was er sah, erschütterte ihn derart, daß er nur einen Seufzer ausstieß und kraftlos zu Boden
