
»Eins, zwei, drei! Eins, zwei, drei!« kommandierten die Unteroffiziere, und die Holzfüße der Soldaten stampften im Takt.
An der Seite ritt Urfin auf seinem Bären und genoß den Anblick seiner Krieger.
»Alles halt!« brüllte Lan Pirot. Die Absätze der Soldaten schlugen gegeneinander, und das Heer blieb wie angewurzelt stehen.
Die Dorfbewohner standen bestürzt vor den Türen ihrer Häuser.
»Einwohner von Kogida, herhören!« donnerte Urfin. »Ich rufe mich hiermit zum Herrscher des Blauen Landes aus! Hunderte Jahre haben die Käuer der Zauberin Gingema gedient. Sie ist jetzt tot, doch ihre Zauberkunst besteht weiter, sie ist auf mich übergegangen. Die wackeren Holzmänner, die ihr vor euch seht, hab ich gemacht und zum Leben erweckt. Ein Wort von mir genügt, und meine unverwundbare Holzarmee vernichtet euch allesamt und zerstört eure Häuser. Erkennt ihr mich als euren Herrscher an?«
»O ja! O ja!« riefen die Käuer und brachen in Tränen aus.
Ihre Köpfe wackelten vom hemmungslosen Schluchzen, während die Schellen an ihren Hüten fröhlich läuteten. Dieses Geläute paßte aber wenig zu der traurigen Stimmung der Käuer. Deshalb nahmen sie ihre Hüte ab und hängten sie an Pfähle, die eigens zu diesem Zweck vor den Häusern eingerammt waren.
Urfin befahl allen, nach Hause zu gehen, mit Ausnahme der Schmiede, denen er den Auftrag gab, Säbel mit scharfen Klingen für die Unteroffiziere und den General anzufertigen.
Damit kein Einwohner von Kogida Prem Kokus warnen und zu Verteidigungsmaßnahmen veranlassen konnte, erteilte Urfin den Holzköpfen Order, das Dorf zu umstellen und niemanden hinauszulassen.
Dann ging er in das Haus des Dorfältesten, jagte alle Insassen fort und legte sich schlafen. Der Bär hielt vor der Tür Wache.
