
Selbstverständlich gab es auch Stände für jeden Spion und Geheimdienst der Welt. Keine Droods natürlich. Sie erinnern sich hoffentlich, dass wir nur eine urbane Legende sind, oder?
Aber die CIA war da, der KGB (oder wer auch immer sich heutzutage hinter dieser Abkürzung verbirgt), die Vril-Gesellschaft, der Vatikan (der von einer riesigen Metzgernonne in der Tracht der Schwestern der Heilsarmee vertreten wurde), die Tracey-Brüder, Nation der Druiden (»Für die Rückkehr der Angst an Halloween!«), und ein ziemlich bekanntes Gesicht, das den Stand des MI 13 besetzte. Ich schlenderte hinüber und lächelte Philip McAlpine an, einen von Englands Topspionen. Er war mittelalt und hatte eine beginnende Glatze. Er sah mich kommen und fühlte sich noch ausgenutzter als sowieso schon. Ich blieb vor ihm stehen, und er seufzte doch tatsächlich laut.
»Hallo, Phil!«, sagte ich. »Was machst du denn hier?«
»Das könnte ich dich auch fragen«, knurrte er. »Ich nehme an, dass du als Shaman Bond hier bist und nicht als -«
»Genau«, unterbrach ich ihn. »Bitte lass den Namen bloß nicht über deine Zungenspitze. Sonst müsste ich dir diese Zunge nämlich herausreißen, auf den Boden werfen und darauf herumtrampeln.«
Er schnaubte vernehmlich. »So ist es recht. Einen Mann treten, der am Boden liegt. Das ist alles nur deine Schuld, weißt du das? Ich hatte eine tolle Position beim MI 5, mit automatischer Beförderung und Rente. Ich hatte ein eigenes Büro, mit Fenster! Und dann haben sie mich auf dich angesetzt.«
»Und ich habe dir kräftig in den Arsch getreten«, meinte ich heiter. »Ich erinnere mich.«
Er starrte mich böse an. »Du hast über hundert meiner Leute getötet. Gute Männer und Frauen, die nur ihre Arbeit gemacht haben.«
