
«Ich spreche sofort mit Sir Charles«, sagte Bolitho und nahm Rook den Umschlag aus der Hand.»Das ist eine bittere Heimkehr.»
Rook wollte zu Keverne und den anderen treten, doch Bolitho sagte scharf:»Sie werden so freundlich sein und nicht darüber sprechen, bis ich Erlaubnis gebe!»
Rook blieb stehen.
Der Admiral hörte mit gesenktem Kopf schweigend zu, bis Bolitho mit seinem Bericht fertig war. Dann sagte er:»Wenn die Franzosen jetzt einen Großangriff unternehmen, ist England erledigt. «Er hob die Hände und ließ sie dann resigniert fallen.»Wo ist Konteradmiral Broughton? Kommt er nun doch nicht?»
Bolitho hielt das Kuvert hoch und sagte beschwichtigend:»Vielleicht steht hier drin, was wir tun sollen, Sir.»
Widerstrebende Gefühle zerwühlten das gefurchte Gesicht des Ad-mirals. Der Gedanke, seine Flagge endgültig streichen zu müssen, war ihm scheußlich, aber er hatte die Tatsache akzeptiert. Das war wie seine Krankheit — nicht zu ändern. Doch jetzt, da die Möglichkeit weiterzumachen auftauchte, wurde er vermutlich von gegensätzlichen Empfindungen hin und her gerissen.
«Geleiten Sie unseren Besucher nach achtern«, sagte er und versuchte, die Schultern entschlossen zu straffen.»Und dann geben Sie der Mannschaft etwas zu tun. Es wäre unklug, sie merken zu lassen, daß ihre Führung ratlos ist.»
Mühsam schritt er, von seinem Sekretär gefolgt, in den Schatten der Kampanje.
Als Bolitho wieder zu ihm in die große Kajüte trat, saß der Admiral am Schreibtisch, als hätte er immer dort gesessen.
«Die Depesche ist von Sir Lucius Broughton«, sagte er und winkte Bolitho, Platz zu nehmen.»Die Euryalus bleibt in Falmouth und wird sein Flaggschiff, doch zur Zeit ist er in London. Anscheinend wird dort ein neues Geschwader zusammengestellt, aber zu welchem Zweck, das sagt er nicht. «Der Admiral mußte sehr müde sein.»Sie sollen dafür sorgen, daß unsere Leute keinen Kontakt mit dem Land haben; die Verwundeten und Kranken, die an Land geschickt werden, kommen nicht wieder an Bord.«Ärgerlich verzog er den Mund.»Zweifellos hat man Angst, sie könnten die Leute an Bord anstecken.»
