Mit plötzlicher Abwehr im Blick schaute der Mann auf.»Hängt von Ihnen ab, Sir. Mich haben sie gewählt, daß ich mit Ihnen spreche, und weil ich weiß, daß Sie 'n fairer und gerechter Käpt'n sind, Sir, hab ich mir gedacht, Sir, Sie würden mich vielleicht anhören…»

Brüsk stand Bolitho auf und sah ihn fest an.»Wo liegt Euer

Schiff?»

Taylor deutete mit dem Daumen über die Schulter.»Ostwärts an der Küste, Sir. «Etwas wie Stolz erhellte sein tief gebräuntes Gesicht.»Fregatte, sechsunddreißig Geschütze, Sir.»

«Ah. «Langsam schritt Bolitho an den leeren Kamin und wieder zurück.»Und Ihr und Euresgleichen habt das Schiff in Eure Gewalt gebracht, ist es so? Seid Ihr ein Meuterer?«Der Mann zuckte zusammen.»Wenn Ihr mich kennt, wirklich kennt, müßtet Ihr wissen, daß ich nicht mit Leuten verhandle, die ihr Land verraten haben«, schloß Bolitho hart.

Leise erwiderte Taylor:»Wenn Sie mich zu Ende anhören wollen, Sir — mehr will ich ja gar nicht. Dann können Sie mich hängen lassen, wenn Sie wollen — das weiß ich.»

Bolitho biß sich auf die Lippen. Einfach hierherzukommen, dazu gehörte Mut. Mut und noch etwas anderes. Dieser Taylor war kein frisch gepreßter Mann, kein Querulant vom unteren Deck. Er war Berufsseemann. Es konnte nicht leicht für ihn gewesen sein. Jede Minute seines Weges nach Falmouth hätte ihn jemand sehen können, der sich bei den Behörden in ein günstiges Licht setzen wollte, und sogar in diesem Moment konnte eine Patrouille zum Stadttor unterwegs sein.

«Schön«, sagte er,»ich kann Euch nicht versprechen, daß ich Euren Ansichten zustimme, aber anhören will ich Euch. Das ist alles, was ich sagen kann.»



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