
«Das arme Geschöpf ist wahnsinnig, leidet Schmerzen und nutzt niemandem mehr, am wenigsten sich selbst«, verkündete der alte Ser Harbert, der Kastellan von Storm's End in jenen
Jahren mehrmals.»Man würde ihm eine Gnade erweisen, wenn man seinen Kelch mit der Milch des Mohns füllte. Ein schmerzloser Schlaf, und dann hat's ein Ende. Er würde Euch segnen, besäße er nur ausreichend Verstand. «Aber Cressen weigerte sich, und am Ende trug er den Sieg davon. Ob Flickenfratz dieser Sieg Freude bereitete, konnte er nicht einmal heute, so viele Jahre später, mit Gewißheit sagen.
«Die Schatten kommen zum Tanzen, Mylord, zum Tanzen, Mylord, zum Tanzen, Mylord«, sang der Narr, schwenkte den Kopf und ließ die Glocken schallen und bimmeln. Ding dong, klingelingeling, dong dong.
«Lord«, krächzte der weiße Rabe.»Lord, Lord, Lord.«
«Ein Narr singt, was er will«, erklärte der Maester seiner besorgten Prinzessin.»Ihr dürft Euch seine Worte nicht zu Herzen nehmen. Morgen wird ihm vermutlich ein anderes Lied einfallen, und dieses hört man womöglich niemals wieder.«
Pylos trat durch die Tür.»Maester, verzeiht.«
«Ihr habt den Haferbrei vergessen«, erwiderte Cressen vergnügt. Das sah Pylos gar nicht ähnlich.
«Maester, Ser Davos ist gestern nacht zurückgekehrt. In der Küche hat man darüber gesprochen. Ich dachte, Ihr würdet es so schnell wie möglich erfahren wollen.«
«Davos… gestern nacht, sagt Ihr? Wo steckt er?«
