
Dann veränderte sich sein Gesicht. Es verzog sich grauenvoll ... er mußte aufstehen ... hinausschreien. Sein Körper wurde steif, sein Gesicht lief rot an. Er fiel hinstürzte über den Stuhl. Seine Glieder verkrampften sich.
Mrs. Merrowdene lehnte sich vor und beobachtete ihn. Ein leichtes Lächeln umspielte ihre Lippen. Sie sprach zu ihm, ganz sanft und liebenswürdig.
»Sie haben einen Fehler gemacht, Mr. Evans. Sie glaubten, ich wollte George töten . Wie dumm von Ihnen, wie furchtbar dumm.«
Sie saß noch eine Minute lang da und blickte auf den toten Mann - den dritten, der gedroht hatte, ihren Weg zu kreuzen und sie von dem Mann zu trennen, den sie liebte.
Ihr Lächeln vertiefte sich. Mehr denn je glich sie einer Madonna. Dann hob sie ihre Stimme und rief:
»George! George! ... Oh, bitte, komm her. Ich fürchte, ein schrecklicher Unfall ist passiert! Armer Mr. Evans!«
Der Traum
Ruhig und abschätzend ließ Hercule Poirot seinen Blick über das Haus und dessen Umgebung schweifen: die Läden, das große Fabrikgebäude zur Rechten, die billigen Etagenhäuser gegenüber.
Dann faßte er noch einmal Northway House ins Auge, dieses Relikt einer früheren Zeit - einer Zeit, die viel Muße und keinen Platzmangel gekannt hatte, als dieses vornehme, arrogante Haus noch inmitten grüner Felder lag. Jetzt war es ein Anachronismus, vom hektischen Strom des modernen London umflutet und vergessen, und keiner unter fünfzig Menschen hätte einem sagen können, wo es stand.
Sehr wenige Leute hätten einem überdies verraten können, wem es gehörte, obwohl der Eigentümer als einer der reichsten Männer der Welt bekannt war. Aber Geld kann Publizität nicht nur fördern, sondern auch unterdrücken. Benedict Farley, dieser exzentrische Millionär, zog es vor, die Wahl seiner Residenz nicht an die große Glocke zu -hängen.
