Nach der üblichen Vorstellungs- und Begrüßungsszene schilderte Poirot schlicht und klar die Umstände seines Besuches bei Benedict Farley und wiederholte die Geschichte, die dieser ihm erzählt hatte. Er konnte sich dabei nicht über einen Mangel an Interesse bei seinen Zuhörern beklagen.

»Die seltsamste Geschichte, die ich je gehört habe!« erklärte der Inspektor. »Ein Traum, wie? Haben Sie auch etwas davon gewußt, Mrs. Farley?«

Sie beugte den Kopf.

»Mein Mann hat mit mir darüber gesprochen. Es hat ihn sehr beunruhigt. Ich - ich habe ihm gesagt, daß es sich wohl um eine Verdauungsstörung handle - seine Diät war nämlich sehr merkwürdig - und ihm vorgeschlagen, Dr. Stillingfleet zu konsultieren.«

Der junge Mann schüttelte den Kopf.

»Er hat mich aber nicht konsultiert. Aus Monsieur Poirots Worten schließe ich, daß er Harley-Street-Spezialisten zu Rate zog.«

»Über diesen Punkt möchte ich gern Ihre Meinung hören, Dr. Stillingfleet«, sagte Poirot. »Was halten Sie von den Theorien, die diese drei Harley-Street-Spezialisten aufstellten?«

Stillingfleet runzelte die Stirn.

»Das läßt sich schwer sagen. Sie müssen berücksichtigen, daß das, was er Ihnen übermittelte, nicht genau dasselbe war, was man ihm gesagt hatte. Es war die Interpretation eines Laien.«

»Sie meinen, er habe sich falsch ausgedrückt?«

»Nicht unbedingt. Ich will nur sagen, daß die Ärzte ihm gegenüber wohl fachmännische Redensarten gebraucht haben, deren Bedeutung er ein wenig verzerrte und dann in seiner eigenen Sprache wiedergab.«

»Dann entsprach also das, was er mir sagte, nicht genau den Äußerungen der Ärzte?«

»So ungefähr. Er hatte eben alles etwas verkehrt aufgefaßt, wenn Sie mich richtig verstehen.«



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