
»Ich verstehe Sie nicht, Monsieur Poirot.« Ihre Stimme klang verdrießlich. »Dieser Traum ...«
»Ja«, sagte Poirot. »Der Traum war sehr wichtig.«
Mrs. Farley erschauderte. Sie sagte:
»Bis dahin habe ich nie an übernatürliche Kräfte geglaubt, aber jetzt - Nacht für Nacht vorher davon zu träumen.«
»Es ist ungewöhnlich«, bemerkte Stillingfleet. »Wirklich höchst seltsam! Wenn wir uns nicht auf Ihr Wort verlassen könnten, Poirot, und wenn Sie es nicht aus dem Munde des Propheten selber hätten .« Er räusperte sich verlegen. »Ich bitte vielmals um Verzeihung, Mrs. Farley. Ich meine, wenn Mr. Farley die Geschichte nicht selbst erzählt hätte ...«
»Richtig«, warf Poirot ein. Seine bis dahin halbgeschlossenen Augen öffneten sich plötzlich weit. Sie schimmerten sehr grün.
» Wenn Benedict Farley es mir nicht gesagt hätte ...«
Er ließ eine kleine Pause eintreten und blickte sich im Kreise der verblüfften Gesichter um.
»Wissen Sie, es gab da manches an jenem Abend, das ich mir nicht zu erklären vermochte. Zunächst einmal: warum wurde so großer Wert darauf gelegt, daß ich den Brief mitbringen sollte?«
»Wegen der Identifizierung«, meinte Cornworthy.
»Nein, nein, mein lieber junger Mann. Diese Idee ist wirklich zu lächerlich. Es muß schon ein viel triftigerer Grund dahinterstecken. Denn nicht nur wünschte Mr. Farley, daß ich den Brief vorzeigen sollte, sondern ich mußte ihn sogar bei ihm zurücklassen. Und selbst dann hat er ihn noch nicht zerrissen! Er ist heute nachmittag unter seinen Papieren gefunden worden. Warum bewahrte er ihn auf?«
Joanna Farleys Stimme ließ sich vernehmen.
