»Hat man Ihnen auch aufgetragen, an die Tür zu klopfen?«

Ein Ausdruck des Mißfallens huschte über das Gesicht des Butlers.

»Das hatte Mr. Farley angeordnet. Ich sollte immer anklopfen, wenn ich Besucher brachte - das heißt, Besucher, die in geschäftlicher Angelegenheit kamen.«

»Ach so. Darüber hatte ich mir schon den Kopf zerbrochen. Hatten Sie sonst noch Anweisungen für mich erhalten?«

»Nein, Sir. Nachdem Mr. Cornworthy mir diese Anordnungen übermittelt hatte, ging er aus.«

»Um welche Zeit war das?«

»Zehn Minuten vor neun, Sir.«

»Haben Sie Mr. Farley nach dieser Zeit noch gesehen?«

»Ja, Sir. Um neun Uhr brachte ich ihm, wie üblich, ein Glas heißes Wasser.«

»War er da in seinem eigenen oder in Mr. Cornworthys Zimmer?«

»Er saß in seinem eigenen Zimmer, Sir.«

»Haben Sie irgend etwas Ungewöhnliches in seinem Zimmer bemerkt?«

»Etwas Ungewöhnliches? Nein, Sir.«

»Wo hielten sich Mrs. Farley und Miss Farley auf?«

»Sie waren ins Theater gegangen, Sir.« »Vielen Dank, Holmes, das ist alles.«

Holmes verbeugte sich und verließ das Zimmer. Poirot wandte sich an die Witwe des Millionärs.

»Noch eine Frage, bitte, Mrs. Farley. Hatte Ihr Gatte gute Augen?«

»Nein, ohne Brille konnte er nicht viel sehen.«

»War er sehr kurzsichtig?«

»O ja, ohne Brille war er ganz hilflos.«

»Besaß er mehrere Brillen?«

»Ja.«

»Aha«, sagte Poirot und lehnte sich im Sessel zurück. »Damit wäre der Fall wohl abgeschlossen.«

Im Raum herrschte tiefes Schweigen. Alle blickten auf den kleinen Mann, der da so selbstzufrieden im Sessel saß und seinen Schnurrbart zwirbelte. Im Gesicht des Inspektors malte sich Verwirrung. Dr. Stillingfleet runzelte die Stirn. Cornworthy starrte ihn verständnislos an. In Mrs. Farleys Blick lag ein verblüfftes Staunen. Joannas Augen sprachen von regem Interesse. Mrs. Farley brach das Schweigen.



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