
Trotz ihrer Frechheit war die Krähe anscheinend ein guter Vogel», fuhr der Strohmann fort. «Sie hatte Mitleid mit mir. 'Sei nicht so traurig!' krächzte sie. 'Hättest du ein Gehirn im Kopf, so wärst du so wie alle anderen! Das Gehirn ist das einzig Wertvolle bei den Krähen… und bei den Menschen!' So erfuhr ich, daß der Mensch ein Gehirn hat, und ich keines. Übermütig schrie ich: Ohoho-ho-ho!! Es lebe das Gehirn! Ich werde mir unbedingt eins verschaffen!' Der launische Vogel vergällte mir aber die Freude. 'Karrkarr!' kicherte er, 'wo kein Gehirn da ist, wird's auch keins geben, karr-karr!' und flog davon. Und dann kamst du mit Totoschka. Sag, Elli, kannst du mir ein Gehirn geben?»
«Nein, das kann ich nicht. Das kann wahrscheinlich nur Goodwin in der Smaragdenstadt. Ich gehe zu ihm, um ihn zu bitten, daß er mich nach Kansas heimführt zu Vater und Mutter.»
«Wo befindet sich diese Smaragdenstadt, und wer ist Goodwin?»
«Weißt du es nicht?»
«Nein, ich weiß überhaupt nichts», antwortete der Scheuch traurig. «Du siehst ja, ich bin mit Stroh ausgestopft und hab kein Gehirn.»
«Du tust mir schrecklich leid!» seufzte das Mädchen.
