
«Totoschka, wauwau, wenn Sie gestatten, Madame», mischte sich plötzlich das Hündchen ein. «Ja, es tut mir leid, daß ich an allem schuld bin…»
«Totoschka, du sprichst ja?» rief Elli fassungslos.
«Ich weiß nicht, was mit mir los ist, Elli, aber, wauwau, mir kommen menschliche Worte in den Mund…»
«Ich will dir's erklären, Elli», sagte Willina. «In diesem Wunderland sprechen nicht nur die Menschen, sondern auch die Tiere, sogar die Vögel. Schau dich um, gefällt dir unser Land?»
«Ja, Frau Zauberin», erwiderte Elli. «Bei uns ist es aber schöner. Wenn Sie unsere Haustiere sehen würden, unsere buntscheckige Kuh! Nein, Frau Zauberin, ich möchte nicht hierbleiben, ich will nach Hause, zu Vater und Mutter.»
«Das wird kaum gehen», sagte die Zauberin. «Unser Land ist durch eine Wüste und riesige Berge, über die noch kein Mensch gekommen ist, von der übrigen Welt getrennt. Ich fürchte, mein Liebling, du wirst bei uns bleiben müssen.»
Ellis Augen füllten sich mit Tränen. Die braven Käuer waren gleichfalls sehr betrübt. Sie begannen zu weinen und trockneten sich mit blauen Taschentüchern die Augen. Auch
nahmen sie ihre Hüte ab und legten sie vor sich hin, damit die Schellen sie beim Schluchzen nicht störten.
«Und Sie können mir auch nicht ein bißchen helfen?» fragte Elli traurig.
«Ach, ich hab ja ganz vergessen, daß ich mein Zauberbuch bei mir hab. Laß mich nachsehen, vielleicht finde ich etwas darin, was dir nützen kann…»
Willina entnahm den Falten ihres Gewandes ein winziges Büchlein, das so groß war wie ein Fingerhut. Sie blies darauf, und vor der sprachlosen Elli begann das Buch zu wachsen, bis es zu einem riesigen Band wurde. Er war so schwer, daß die Alte ihn auf einen großen Stein legen mußte.
Willina schaute auf die Blätter des Buches, und unter ihrem Blick legten sie sich von selber um.
