Im darauf folgenden Herbst hatte sie in einer Galerie an der Fifth Avenue ihre erste Ausstellung, die prompt ein voller Erfolg wurde. Paul Deacon, der Galerist, war ein wohlhabender, belesener Afroamerikaner, der Dianes künstlerisches Können erkannte und sie von Anfang an förderte.

Als sie anlässlich der Vernissage inmitten der Menschentrauben im Salon stand, eilte Deacon mit breitem Lächeln zu ihr. »Herzlichen Glückwunsch! Wie haben bereits einen Großteil der Bilder verkauft! In ein paar Monaten machen wir die nächste Ausstellung, sobald du so weit bist.« Diane war begeistert. »Das ist ja wunderbar, Paul.«

»Du hast es verdient.« Er tätschelte ihr die Schulter und wieselte davon.

Diane schrieb gerade ein Autogramm, als ein Mann hinter sie trat und sagte: »Ich mag Ihre Kurven.«

Diane erstarrte. Wütend fuhr sie herum und öffnete den Mund zu einer scharfen Erwiderung, als er fortfuhr.

»Sie haben die Eleganz eines Rossetti oder Manet.« Er betrachtete eines ihrer Bilder an der Wand.

Diane konnte sich im letzten Moment noch beherrschen.

»Oh.« Sie betrachtete den Mann genauer. Dem Äußeren nach zu schließen, war er etwa Mitte dreißig. Er war rund eins achtzig groß, sportlich gebaut, hatte blonde Haare und hellblaue Augen. Er trug einen hellbraunen Anzug, ein weißes Hemd und eine braune Krawatte.

»Ich - danke Ihnen.«

»Wann haben Sie mit der Malerei angefangen?«

»Als Kind. Meine Mutter war Malerin.«

Er lächelte. »Meine Mutter war Köchin, aber ich kann trotzdem nicht kochen. Ich weiß, wie Sie heißen. Ich bin Richard Stevens.«

In diesem Augenblick kam Paul Deacon mit drei Paketen zu ihnen. »Hier sind Ihre Bilder, Mr. Stevens. Viel Freude damit.«

Er reichte sie Richard Stevens und ging wieder weg.

Diane blickte ihn überrascht an. »Sie haben drei Bilder von mir gekauft?«



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