
»Ich arbeite bei der KIG - der Kingsley International Group. Das ist eine große Denkfabrik.«
»Klingt aufregend.«
»Es ist spannend. Wir forschen nach bahnbrechenden Zukunftstechnologien. Unser Motto, wenn wir denn eines hätten, könnte lauten: >Was wir heute nicht lösen, fällt uns spätestens morgen ein.<«
Nach dem Abendessen brachte Richard Diane nach Hause. Vor ihrer Tür ergriff er ihre Hand und sagte: »Ich habe diesen Abend sehr genossen. Vielen Dank.«
Dann ging er.
Diane stand da und blickte ihm hinterher. Ich finde es schön, dass er ein Gentleman ist, kein gieriger Wolf. Wirklich schön. Ach, verflixt!
Danach verbrachten sie jeden Abend gemeinsam, und jedes Mal, wenn sie Richard sah, hatte Diane das gleiche wohlige Gefühl.
Eines Freitagabends sagte Richard: »Ich trainiere samstags eine Baseball-Juniorenmannschaft. Hätten Sie Lust, mitzukommen und zuzusehen?«
Diane nickte. »Aber gern, Trainer.«
Am nächsten Morgen sah Diane zu, wie Richard mit seinen Jungs arbeitete. Er ging behutsam mit ihnen um, war geduldig und fürsorglich, schrie aber auch vor Freude, als der zehnjährige Tim Holm einen Flatterball fing. Und die Jungs beteten ihn offensichtlich an.
Ich glaube, ich liebe diesen Mann, dachte Diane. Ja, ich glaube, ich liebe ihn.
Ein paar Tage später traf sich Diane mit ein paar Freundinnen zum Mittagessen. Als sie das Restaurant verließen, kamen sie am Stand einer alten Zigeunerin vorbei, einer Wahrsagerin.
»Kommt, wir lassen uns die Zukunft voraussagen«, sagte Diane spontan.
»Ich kann nicht, Diane. Ich muss wieder zur Arbeit.«
»Ich auch.«
»Ich muss Johnny abholen.«
»Warum gehst du nicht hin und berichtest uns anschließend, was sie gesagt hat?«
»Na schön. Ich mache es.«
Fünf Minuten später saß Diane vor dem verhutzelten, hohlwangigen alten Weib, das den Mund voller Goldzähne hatte und ein schmutziges Kopftuch trug.
