
Sie versuchte, sich aufzusetzen, stellte aber fest, dass sie auf einer Trage festgeschnallt war. »Mir geht’s gut«, protestierte sie. »Das war doch nichts. Ich .«
Einer der Sanitäter beugte sich über sie. »Ist schon in Ordnung, Frau Verbrügge. Ganz ruhig.«
Sie blickte zu ihm auf, war mit einem Mal beunruhigt.
»Woher wissen Sie, wie ich ...?«:
Sie spürte den scharfen Einstich einer Injektionsnadel an ihrem Arm, und gleich darauf ergab sie sich der Dunkelheit.
Mark Harris stand allein auf der Aussichtsplattform des Eiffelturms, ohne den peitschenden Regen ringsum zu beachten. Von Zeit zu Zeit zuckten Blitze am Himmel, in deren Schein die wirbelnden Tropfen wie diamantene Wasserfälle auffunkelten.
Am anderen Ufer der Seine befanden sich das vertraute Palais de Chaillot und die Trocadero-Gärten, doch er nahm sie nicht wahr. Er war in Gedanken versunken und beschäftigte sich ein ums andere Mal mit der überraschenden Nachricht, die demnächst aller Welt bekannt gegeben werden würde.
Mittlerweile peitschte der Wind den Regen zu einem tobenden Mahlstrom. Mark Harris schirmte das Handgelenk mit dem Ärmel ab und warf einen Blick auf seine Armbanduhr. Sie verspäteten sich. Und warum hatten sie darauf bestanden, sich hier mit ihm zu treffen, um Mitternacht? Während er sich noch darüber wunderte, hörte er, wie die Fahrstuhltür aufging. Zwei Männer, die sich durch den fauchenden Wind und die durchdringende Nässe kämpften, kamen auf ihn zu.
Mark Harris war erleichtert, als er sie erkannte. »Ihr seid spät dran.«
»Das liegt an dem verdammten Wetter, Mark. Tut mir Leid.«
»Tja, nun seid ihr ja da. Das Meeting in Washington ist doch anberaumt, nicht wahr?«
»Deswegen müssen wir mit dir reden. Wir haben heute Morgen lange darüber diskutiert, wie wir die Sache am besten angehen, und sind zu dem Entschluss gekommen .«
