
Während sie miteinander sprachen, hatte sich der zweite Mann hinter Mark Harris geschoben und schlug fast im gleichen Augenblick zu. Ein schwerer, stumpfer Gegenstand traf ihn am Schädel, und im nächsten Moment spürte er, wie er hochgehoben und über die Brüstung in den kalten, peitschenden Regen geworfen wurde. Dann stürzte er achtunddreißig Stockwerke tief auf den harten Gehsteig.
Gary Reynolds war im zerklüfteten Umland von Kelowna in Kanada unweit von Vancouver aufgewachsen und hatte dort auch seinen Pilotenschein gemacht, sodass er es gewohnt war, über das tückische Bergland zu fliegen. Er steuerte eine Cessna Citation II und achtete mit wachsamen Blicken auf die schneebedeckten Gipfel rundum.
Eigentlich war die Maschine für eine zweiköpfige Besatzung bestimmt, aber heute war kein Copilot dabei. Nicht bei diesem Flug, dachte Reynolds grimmig.
Er hatte einen falschen Flugplan beim Kennedy Airport eingereicht. Kein Mensch käme auf die Idee, in Denver nach ihm Ausschau zu halten. Er wollte über Nacht bei seiner Schwester bleiben und sich am nächsten Morgen in Richtung Osten begeben, um sich mit den anderen zu treffen. Sämtliche Vorbereitungen zum Ausschalten von Prima waren abgeschlossen, und ...
Ein eingehender Funkspruch riss ihn aus seinen Gedanken. »Citation eins-eins-eins Lima Foxtrot, hier ist die Flugleitung des Denver International Airport. Bitte melden.«
Gary Reynolds drückte auf die Sendetaste. »Hier Citation eins-eins-eins Lima Foxtrot. Bitte um Landeerlaubnis.«
»Eins Lima Foxtrot, geben Sie Ihre Position durch.«
»Eins Lima Foxtrot. Ich bin fünfzehn Meilen nordöstlich von Denver Airport. Höhe fünfzehntausend Fuß.«
Er sah den Pike’s Peak auf der rechten Seite aufragen. Der Himmel war hellblau, die Sicht klar. Ein gutes Zeichen.
Einen Moment lang herrschte Stille. Dann meldete sich wieder der Tower. »Eins Lima Foxtrot, Sie haben Landeerlaubnis auf Landebahn zwo-sechs. Ich wiederhole, zwosechs.«
