
»Nein.«
»Wissen Sie, ob Herr Verbrügge verreisen wollte?«
»Nein. Keine Ahnung.«
Der Oberkommissar wandte sich an seinen Kollegen.
»Reden Sie mit den anderen Mietern. Stellen Sie fest, ob Frau Verbrügge möglicherweise unter Depressionen litt, ob sie und ihr Mann sich gestritten haben und ob sie Trinkerin war. Sehen Sie zu, dass Sie so viel wie möglich in Erfahrung bringen.« Er schaute Karl Götze an. »Wir werden den Mann überprüfen. Falls Ihnen irgendetwas einfällt, das uns weiterhelfen könnte .«
»Ich weiß nicht, ob ihnen das weiterhilft«, sagte Karl Götze zögerlich, »aber einer der Mieter hat mir gestern Abend erzählt, dass ein Krankenwagen vor dem Haus gehalten hat, und er hat sich noch erkundigt, ob jemand krank ist. Als ich rausgekommen bin, um nachzusehen, was los ist, war der Krankenwagen schon wieder weg. Hilft Ihnen das?« »Wir werden uns darum kümmern«, sagte der Oberkommissar. »Was ... was ist mit ihr ... mit der Leiche?«, fragte Götze nervös.
»Der Polizeiarzt ist schon unterwegs. Lassen Sie das Wasser ablaufen, und breiten Sie ein Handtuch über sie.«
4
Ich habe leider schlechte Nachrichten ... letzte Nacht getötet ... Wir haben seine Leiche unter einer Brücke gefunden ...
Für Diane Stevens war die Zeit stehen geblieben. Ziellos wanderte sie in der Wohnung umher, die voller Erinnerungen war. Hier ist es nicht mehr schön ... nicht mehr wohnlich. Ohne Richard ist es nur ein Haufen kalter Steine. Nie wieder wird hier Leben einkehren.
Diana sank auf die Couch und schloss die Augen. Richard, mein Liebling, an dem Tag, an dem wir geheiratet haben, hast du mich gefragt, was für ein Geschenk ich mir wünsche. Ich habe gesagt, ich möchte nichts haben. Aber jetzt wünsche ich mir etwas. Komm zurück. Es spielt keine Rolle, wenn ich dich nicht sehen kann. Nimm mich einfach in die Arme.
