
Nachdem Diane erfasst hatte, dass Richard tot war, schloss sie sich tagelang in ihrer abgedunkelten Wohnung ein und ging weder ans Telefon noch an die Tür. Wie ein waidwundes Tier, das sich in seinem Bau verkriecht. Sie wollte allein sein mit ihrem Schmerz. Richard, ich wollte dir so oft sagen »Ich liebe dich«, damit du sagst »Ich liebe dich auch«. Doch ich wollte nicht, dass du das Gefühl hast, ich würde dich vereinnahmen. Aber jetzt brauche ich dich so sehr.
Als aber das Telefon ununterbrochen klingelte und ständig jemand an der Tür schellte, öffnete Diane schließlich doch.
Carolyne Ter, eine ihrer besten Freundinnen, stand draußen. Sie schaute Diane an und sagte: »Du siehst ja furchtbar aus.« Dann wurde ihre Stimme sanfter. »Alle versuchen, dich zu erreichen, meine Liebe. Wir sind außer uns vor Sorge.«
»Tut mir Leid, Carolyn, aber ich kann einfach nicht .«
Carolyn nahm Diane in die Arme »Ich weiß. Aber du hast viele Freunde, die dir beistehen wollen.«
Diane schüttelte den Kopf. »Nein, das ist un .«
»Diane, Richard ist tot, aber du lebst noch. Schotte dich nicht vor den Menschen ab, die dich lieben. Ich mache ein paar Anrufe.«
Viele Freunde und Freundinnen von Diane und Richard riefen an und kamen zu dem Apartment, und Diane musste sich ein ums andere Mal die endlose Litanei der Trost- und Trauerfloskeln anhören.
»Sieh es doch einfach so, Diane. Richard hat jetzt seinen Frieden .«
