
Kelly blieb stehen. »Die Polizei? Worüber wollen Sie mit mir reden?«
»Sie sind doch Mrs. Harris, ja?«
»Ja.« Mit einem Mal wurde ihr bang ums Herz.
»Dann muss ich Ihnen leider mitteilen, dass ... dass ihr Mann letzte Nacht ums Leben gekommen ist.«
Kellys Mund war plötzlich wie ausgetrocknet. »Mein Mann ... Wie ...?«
»Offenbar hat er Selbstmord begangen.«
Kelly hatte mit einem Mal ein starkes Dröhnen in den Ohren. Sie konnte kaum noch verstehen, was der Chefinspektor sagte. ». Eiffelturm ... Mitternacht ... Abschiedsbrief ... sehr bedauerlich ... tiefstes Mitgefühl.«
Sie nahm die Worte kaum wahr. Es waren nur Lautfetzen ohne jeden Sinn, ohne Bedeutung.
»Madame .«
Ich möchte, dass du dich schick machst. Du wirst bestimmt begeistert sein, wenn wir dort sind. »Das muss ... ein Irrtum sein«, sagte Kelly. »Mark würde niemals .«
»Tut mir Leid.« Der Chefinspektor sah Kelly durchdringend an. »Ist alles in Ordnung, Madame?«
»Ja.« Abgesehen davon, dass soeben mein Leben zerbrochen ist.
Pierre kam angewieselt und brachte ihr einen wunderschönen gestreiften Bikini. »Chérie, du musst dich rasch umziehen. Wir dürfen keine Zeit verlieren.« Er warf ihr den Bikini in die Arme.
»Vite! Vite!«
Kelly ließ ihn langsam zu Boden fallen. »Pierre?«
Verdutzt blickte er sie an. »Ja?«
»Zieh du ihn an.«
Eine Limousine brachte Kelly zu ihrem Apartment zurück. Der Direktor des Modehauses hatte ihr angeboten, dass jemand bei ihr blieb, doch Kelly hatte abgelehnt. Sie wollte allein sein. Jetzt, da sie durch die Haustür trat, sah sie Philippe Cendre, den Concierge, und einen Mann in einem Overall, die von einer Reihe von Mietern umringt waren.
»Die arme Madame Lapointe«, sagte eine der Hausbewohnerinnen. »Was für ein schrecklicher Unfall.«
