
«Ein törichter Vorschlag.«
«Der Direktor hat in dieser Hinsicht nicht mit Ihrer Kooperation gerechnet. Er erwartet jedoch, dass er im voraus über alle Reisepläne informiert wird, damit wir unsere Vorkehrungen treffen können.«
«Soll das heißen, dass Sie vorhaben, jeden Richter zu eskortieren, wenn er die Stadt verlässt?«
«Ja, Chief. Genau das haben wir vor.«
«Unmöglich. Diese Leute sind es nicht gewohnt, rund um die Uhr beaufsichtigt zu werden.«
«Ja, Sir. Und sie sind es auch nicht gewohnt, dass sich jemand an sie heranmacht. Wir versuchen nur, Sie und Ihre ehrenwerten Kollegen zu beschützen, Sir. Natürlich sagt uns niemand, dass wir irgend etwas tun müssen. Ich glaube, Sir, Sie selbst waren es, der uns gerufen hat. Wenn Sie es wünschen, können wir wieder gehen.«
Runyan rückte auf seinem Stuhl nach vorn und attackierte eine Büroklammer, zog sie auseinander und versuchte, den Draht vollkommen gerade zu biegen.»Und hier?«
Lewis seufzte und hätte beinahe gelächelt.»Das Gebäude macht uns keine Sorgen, Chief. Das lässt sich mühelos sichern. Hier rechnen wir nicht mit Problemen.«
«Wo dann?«
Lewis nickte zum Fenster hinüber. Der Lärm war wieder lauter geworden.»Irgendwo da draußen. Auf den Straßen wimmelt es von Idioten, Verrückten und Fanatikern.«
«Und alle hassen uns.«
«Offensichtlich. Wir machen uns große Sorgen um Richter Rosenberg, Chief. Er weigert sich nach wie vor, unsere Leute in sein Haus zu lassen; sie müssen die ganze Nacht auf der Straße verbringen. Er gestattet einem der Polizisten des Obersten Bundesgerichts, den er besonders schätzt — wie heißt er? Ferguson —, draußen an der Hintertür zu sitzen, aber nur von zehn Uhr abends bis sechs Uhr morgens. Niemand darf hinein außer Richter Rosenberg und seinem Pfleger. Das Haus ist nicht sicher.«
Runyan stocherte mit der Büroklammer auf seiner Schreibunterlage herum und lächelte in sich hinein. Rosenbergs
