«Er ist wegen Depressionen in Behandlung.«

«Ich weiß, ich weiß. Er erzählt mir davon. Ich bin seine Vaterfigur. Welches Medikament?«

«Prozac.«

Der Chief stocherte unter seinen Fingernägeln herum.»Was ist mit dieser Aerobic-Lehrerin, mit der er sich immer getroffen hat? Läuft das noch?«

«Eigentlich nicht, Chief. Ich glaube, er macht sich nicht viel aus Frauen. «Lewis war mit sich zufrieden. Er wusste mehr. Er warf einem seiner Agenten einen Blick zu und bestätigte diesen pikanten kleinen Leckerbissen.

Runyan wollte davon nichts hören.»Kooperiert er?«

«Natürlich nicht. In vielem ist er schlimmer als Rosenberg. Er lässt zu, dass wir ihn zu dem Haus begleiten, in dem er wohnt. Aber dann lässt er uns die ganze Nacht auf dem Parkplatz sitzen. Er wohnt im siebten Stock, wie Sie vielleicht wissen. Wir dürfen uns nicht einmal in der Eingangshalle aufhalten. Das stört die Mitbewohner, sagt er. Also sitzen wir in unseren Wagen. Das Gebäude hat zehn Ein- und Ausgänge, und es ist unmöglich, ihn zu beschützen. Er spielt Verstecken mit uns. Er schleicht die ganze Zeit herum, und wir wissen nie, ob er im Haus ist oder nicht. Bei Rosenberg wissen wir wenigstens, dass er die ganze Nacht über da ist. Jensen ist unmöglich.«

«Großartig. Wenn Sie ihm nicht folgen können, wie kann es dann ein Mörder?«

Der Gedanke war Lewis noch nicht gekommen. Die Ironie entging ihm.»Der Direktor macht sich große Sorgen um Jensens Sicherheit.«

«Er bekommt nicht so viele Drohbriefe.«

«Er ist Nummer sechs auf der Liste, nur ein paar weniger als Sie, Chief.«

«Oh. Also stehe ich auf dem fünften Platz.«



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