Odal klappte die Schatulle auf und entnahm ihr eine kleine juwelenbesetzte Anstecknadel.

»Der Stern von Kerak«, verkündete Kanus. »Es ist das erste Mal, daß er an einen anderen als einen todesmutigen Krieger auf dem Schlachtfeld verliehen wird. Aber wir haben schließlich ihre sogenannte zivilisierte Duellmaschine zu unserem eigenen Schlachtfeld gemacht, nicht wahr?«

Odal lächelte. »Jawohl, Sir, das haben wir. Ich danke Ihnen untertänigst, Sir. Das ist der größte Moment meines Lebens.«

»Bis jetzt, Major, bis jetzt. Es wird noch weitere Höhepunkte geben, noch größere Triumphe. Kommen Sie ins Haus. Wir haben viele Pläne zu besprechen… weitere Duelle… weitere Triumphe.«

Sie traten alle in Kanus’ großes, durchdacht eingerichtetes Arbeitszimmer. Der Führer ging durch den luxuriösen Raum und nahm hinter seinem erhöht angebrachten Schreibtisch Platz, während seine Untergebenen sich auf die Sessel und Sofas davor verteilten. Odal blieb in der Nähe der Tür stehen.

Kanus ließ seine Finger über die Tasten einer kleinen, in der Tischplatte versenkten Kontrollkonsole fliegen, und eine dreidimensionale Sternkarte erschien an der gegenüberliegenden Wand. In der Mitte leuchteten die elf Sonnen der Kerak-Welten. Zum Rand hin war der Acquataine Cluster zu sehen — reich, mächtig, die wirtschaftlich und politisch bedeutendste Nation in diesem Sektor der Galaxie. Noch weiter entfernt von Kerak erschien der äußerste Zipfel des Terranischen Commonwealth; um das ganze Commonwealth auf der Karte darzustellen, hätte man Acquatainia winzig und Kerak mikroskopisch klein machen müssen.

Kanus deutete auf die Karte und begann einen seiner obligatorischen Vorträge. Politische und militärische Ziele. Schon hatte er die Kerak-Welten durch seinen eisernen Willen geeint. Das Volk würde ihm folgen, wohin er es auch führte. Schon begannen die politischen Bündnisse, die nach dem letzten Krieg von den Acquatainiern abgeschlossen worden waren, zu zerbröckeln, jetzt, nachdem Dulaq ausgeschaltet war.



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