
Die großen Mächte hatten sich entschieden, und Spanien und Holland zogen zusammen gegen England, um die amerikanische Revolution zu unterstützen. Die Franzosen hatten eine gut zusammengestellte, mächtige Flotte in den West Indies gemustert. Sie stand unter dem Oberbefehl des Compte de Grasse, des fähigsten und talentiertesten verfügbaren Admirals. Admiral Rodney kommandierte die englischen Geschwader, da aber der Druck von allen Seiten täglich größer wurde, war es für ihn sehr schwierig, seine Schiffe dorthin zu schicken, wo sie am dringendsten benötigt wurden.
Und die Amerikaner gaben sich nicht damit zufrieden, ihre Angelegenheiten den Verbündeten zu überlassen. Sie verwendeten weiterhin Freibeuter, sooft es möglich war, und ein Jahr nach der Zerstörung der Bonaventure tauchte ein anderer Angreifer auf, um die Moral der Briten bis ins Innerste schwer zu erschüttern.
Der Freibeuter und frühere Sklavenhändler Paul Jones besiegte mit seinem Schiff Bonhomme Richard die Fregatte Seraphis vor der englischen Küste. Es machte keinen Unterschied, daß der Freibeuter, ebenso wie die Seraphis, aus der hitzig geführten Schlacht nur als zerschossenes Wrack hervorging. Von den englischen Kapitänen wurde erwartet, daß sie Risiken eingingen und gewannen, und eine Niederlage so nahe der Heimat trug mehr dazu bei, als es die Amerikaner für möglich gehalten hatten, den Krieg und seine Hintergründe in die Heimstätten der Engländer und auch in ihre eigenen zu tragen.
In den West Indies und entlang der amerikanischen Küste gewannen die Patrouillenfahrten eine neue Bedeutung. Bolitho hatte es immer für weit besser gehalten, daß die Augen der Flotte nicht unmittelbar auf ihm ruhten. Getreu dieser Ansicht hatte der Admiral ihm fast völlige Unabhängigkeit angeboten. Er konnte nach eigenem Ermessen patrouillieren und den Feind nach seiner eigenen Methode suchen, selbstverständlich unter der Voraussetzung, daß seine Bemühungen von Erfolg gekrönt waren.
