Bolitho lehnte sich in seinem Stuhl zurück und starrte an die Kajütdecke. Wieder ging ihm das Wort Glück durch den Kopf.

Maulby hatte über diese Erklärung gespottet. Er hatte einmal gesagt:»Du bist erfolgreich, weil du dich dazu erzogen hast, wie der Feind zu denken. Verdammt, Dick, ich habe einen mit Konterbande vollgeladenen Lugger aufgebracht, der vom Süden aus Trinidad kam, und sogar dieser elende Kerl hatte von dir und der Sparrow gehört!»

Bolitho gab zu, daß ganz gewiß eines stimmte: sie waren erfolgreich gewesen. Allein in den vergangenen achtzehn Monaten hatten sie zwölf Prisen aufgebracht und zwei kleine Freibeuter versenkt, mit einem Verlust von zwanzig Toten und Verletzten und geringem Schaden am Schiff.

Er ließ seine Augen durch die Kajüte schweifen, die jetzt weniger elegant gestrichen war, fast sogar schäbig nach dem Dienst in so vielen Wettern. Es war eine seltsame Feststellung, daß abgesehen von der unerwarteten Beförderung, die durch den Uniformrock mit den weißen Aufschlägen und goldenen Besätzen symbolisiert wurde, äußerlich fast nichts darauf hindeutete. Und doch war er ein reicher Mann und zum erstenmal in seinem Leben unabhängig von seinem Zuhause und dem Besitz in Falmouth. Er lächelte traurig. Fast mußte man sich schämen, verhältnismäßig reich zu werden, nur weil man tat, was einem Spaß machte.

Er runzelte die Stirn und versuchte sich auszudenken, was er sich kaufen würde, wenn sie die Erlaubnis bekommen sollten, einen Hafen anzulaufen. Und dies war längst fällig.

Trotz ihres mit Kupferblech beschlagenen Rumpfes war die Geschwindigkeit der Sparrow bei sonst einwandfreien Segelbedingungen um einen vollen Knoten herabgesetzt durch Bewuchs auf dem Unterwasserschiff, der dem Kupfer und allen Bemühungen trotzte.



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