Erster Teil:

Gespenster aus dem Elmenland

EIN HAUS VOLLER GESPENSTER

Es war Herbst auf dem Planeten Irena und häßliches, verregnetes Wetter. Vi und Ol, die Eltern des Mädchens Viola, hatten heute frei und zogen es vor, an solch einem Tag zu Hause zu bleiben. Sie wollten es sich gemütlich machen und setzten sich auf das kleine Sofa vor dem Kamin, das ihnen beiden genügend Platz bot.

»Hier wäre sogar noch ein Eckchen für unsere Tochter frei«, begann Ol, biß sich jedoch gleich auf die Zunge. Er war mit seiner Frau stillschweigend übereingekommen, nicht von Viola zu sprechen, weil ihnen das nur Kummer bereitet hätte. Die beiden hatten das Mädchen nämlich auf einem Erdenstützpunkt zurücklassen müssen, als sie selbst Hals über Kopf zur Irena zurückbeordert worden waren.

»Heute läuft ein spannender Film im Fernsehen«, murmelte Vi, als hätte sie die Worte ihres Mannes nicht gehört. »Etwas mit einem Gespensterschloß.«

Ol war erleichtert. »Aber ja«, erwiderte er leicht spöttisch, »ein Märchen für Schulkinder: ein bißchen Grusel, ein bißchen was zum Lachen, und am Ende siegt das Gute.«

»Bist du wirklich überzeugt, daß es keine Gespenster gibt?« fragte Vi. »Und was ist mit den Elmen?«

»Gewiß existieren rätselhafte Erscheinungen, für die wir noch keine Erklärung haben, aber Gespenster…« Ol zuckte die Achseln. »Die Elme jedenfalls könnte man höchstens Geister nennen, wenn man schon Ausdrücke aus dem Jenseits gebraucht.«



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