
»Es ist so, wie ich dir sage, Hastings«, wandte er sich nach der Verhandlung an mich. »Der Mann ist ein Künstler in seinem Fach. Er verrät sich weder durch einen falschen Bart noch durch eine dunkle Brille. Er ändert stets seine äußere Erscheinung, aber das ist noch nicht alles. Für jeden besonderen Zweck paßt er sich jeweils den besonderen Verhältnissen an. Er lebt sich völlig in seine Aufgabe hinein.«
Sicherlich mußte ich zugeben, daß der Mann, der uns als Aufseher der Heilanstalt in Hanwell besuchte, ganz genau mit meiner Vorstellung eines Bediensteten der Anstalt übereinstimmte. Ich hätte niemals für einen Moment daran gezweifelt, daß er nicht echt gewesen wäre.
Es war alles ein wenig entmutigend, und unsere Erlebnisse in Dartmoor schienen uns kein Stück weitergebracht zu haben. Ich teilte diese Gedanken Poirot mit, aber er wollte nicht zugeben, daß wir nichts erreicht hatten.
»Wir kommen allmählich weiter«, sagte er. »Fortschritte haben wir jedenfalls schon gemacht. Bei jedem Berührungspunkt mit diesem Manne lernen wir ein wenig mehr von seiner geistigen Einstellung und seinen Methoden kennen. Von uns und unseren Plänen jedoch weiß er nichts.«
»Und in dieser Beziehung, Poirot«, protestierte ich, »geht es mir genauso wie ihm. Es hat nicht den Anschein, als hättest du irgendwelche neuen Pläne, du sitzt da und wartest, bis von seiner Seite etwas Neues geschieht.« Poirot lächelte.
