
»Was bedeutet es, daß jene Boote versenkt wurden? Arbeiten die Großen Vier in fremdem Auftrag?«
»Die Großen Vier verfolgen nur ihr eigenes Interesse, Monsieur Kent. Ihr Ziel ist die Weltbeherrschung.« Der Amerikaner brach in ein Lachen aus, hielt jedoch sofort inne, als er Poirots ernstes Gesicht sah.
»Sie lachen, Monsieur«, sagte Poirot in warnendem Ton. »Sie kombinieren nicht und lassen Ihre kleinen grauen Zellen gar nicht arbeiten. Wer sind die Menschen, die eine von Ihren Einheiten einfach der Vernichtung preisgaben, um ihre Macht zu erproben? Denn dieses, Monsieur, war in Wirklichkeit ein Versuch zur Anwendung ihrer neuen magnetischen Waffe.«
»Nun hören Sie aber auf«, unterbrach Japp gutmütig. »Ich habe oft von Super-Verbrechern gelesen, aber ich bin noch niemals auf sie gestoßen. Well, Sie haben Captain Kents Schilderung gehört; kann ich sonst noch etwas für Sie tun?«
»Ja, lieber Freund, seien Sie so freundlich und geben Sie mir die Adresse von Mrs. Halliday, zusammen mit ein paar Worten zu meiner Einführung bei ihr.«
So waren wir denn am folgenden Tag auf dem Weg nach »ChetwyndLodge« im Dorfe Chobham in der Grafschaft Surrey.
Mrs. Halliday, eine hochgewachsene, blonde Dame, lebhaft und nervös, empfing uns sogleich. Sie hatte ihr kleines Töchterchen, ein hübsches fünfjähriges Kind, bei sich. Poirot erklärte ihr den Zweck unseres Besuches. »Oh, Monsieur Poirot, ich bin ja so froh und dankbar. Natürlich habe ich von Ihnen gehört. Sie sind sicherlich anders als die Leute von Scotland Yard, die mich nicht einmal richtig anhören und auch nicht den Versuch machen, meine Lage zu verstehen. Und die französische Polizei ist genauso schlimm, womöglich noch schlimmer. Alle sind davon überzeugt, daß mein Mann mit einer anderen Frau durchgebrannt ist, aber das ist bestimmt nicht der Fall. Er dachte nur immer an seine Arbeit, und dies war der häufigste Grund für unsere unbedeutenden Plänkeleien. Die Arbeit bedeutete ihm weit mehr als seine eigene Frau.«
