»Die Engländer sind sich darin alle gleich«, sagte Poirot tröstend. »Und wenn es nicht die Arbeit ist, dann sind es Spiel und Sport. Alle diese Dinge nehmen sie au grand serieux. Nun, Madame, rekonstruieren Sie bitte in allen Einzelheiten und der Reihe nach, so wie Sie dazu imstande sind, die genauen Begleitumstände des Verschwindens Ihres Gatten.«

»Mein Mann reiste am Donnerstag, dem 20. Juli, nach Paris. Er hatte dort eine geschäftliche Verabredung mit verschiedenen Leuten, unter anderem mit Madame Olivier.« Poirot nickte bei der Erwähnung der berühmten französischen Chemikerin, welche sogar Madame Curie mit ihren aufsehenerregenden Entdeckungen übertroffen hatte. Sie hatte hohe Auszeichnungen durch die französische Regierung erhalten und war eine der prominentesten Persönlichkeiten der Welt. »Er kam in den Abendstunden dort an und begab sich sogleich zum >Hotel Castiglione< in der Rue de Castiglione. Am folgenden Morgen plante er eine Zusammenkunft mit Professor Bourgoneau, welche auch stattgefunden hat. Sein Benehmen war normal und völlig unbefangen. Sie hatten eine sehr interessante Unterredung, und es wurde verabredet, daß mein Mann am folgenden Morgen an einigen Experimenten in des Professors Laboratorium teilnehmen sollte. Er hatte im >Cafe Royal< allein zu Mittag gegessen, unternahm einen Spaziergang in den Bois und besuchte dann Madame Olivier in ihrem Haus in Passy. Auch dort war sein Benehmen vollkommen normal, und er verließ das Haus gegen sechs Uhr abends. Wo er zu Abend gegessen hat, ist nicht bekannt, wahrscheinlich in irgendeinem Restaurant.

Er kehrte gegen elf Uhr abends zum Hotel zurück und ging sogleich auf sein Zimmer, nachdem er gefragt hatte, ob für ihn Post eingegangen sei. Am folgenden Morgen verließ er das Hotel und ist nicht wieder gesehen worden.«



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